Gute Geschäfte mit Spritsäufern

Die Detroit-Autoshow brachte es an den Tag. Vorwärts in die Vergangenheit ist das Motto der US-amerikanischen und der deutschen Automobilindustrie. Chrysler und GM setzen auf die Mini-Trucks, die 20 Liter Sprit pro 100 Kilometer saufen und die deutschen Hersteller Mercedes und BMW versprechen sich glänzende Geschäfte mit Oberklasse-Luxuskarossen, die auch nicht gerade wenig Benzin verbrauchen. Die US-Kunden kaufen wieder die Spritsäufer und bescheren den Autokonzernen glänzende Gewinne. Der Auto-Kapitalismus ist auch nach der Finanzmarkt- und Kreditkrise nicht in der Lage zukunftsfähige Produkte auf den Markt zu bringen – mit den Spritsäufern ist einfach mehr zu verdienen, ohne dass man in teuere Neuentwicklungen investieren muss. Gewinne jetzt, die ökologischen Schäden den nachfolgenden Generationen als untilgbarer Kredit aufgebürdet.

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