Teuere Flüge

Der frühere Vorstandsvorsitzende des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Thomas Middelhoff, steht weiter auf der Ermittlungsliste der Staatsanwaltschaft. Jetzt geht es um völlig überzogene Reisekosten. Allein im Jahr 2006 soll der Spitzenmanager – der zuvor dem neoliberalen Speerspitzenkonzern Bertelsmann diente – 800.000 Euro verflogen haben. Mit dabei: Eine 86 Kilometer lange Reisestrecke für die Middelhoff das Flugzeug genommen haben soll.

Den feudalen Lebensstil und das von der Staatsanwaltschaft überprüfte Geschäftsgebaren Middelhoffs (er beteiligte an einem Immobilienfonds der Bank Sal.Oppenheim und des Immobilienmagnaten Josef Esch; dieser Fonds kaufte die Karstadt-Immobilien und vermietete sie teuer an die Handelskette zurück) müssen die Mitarbeiter ausbaden: 4000 Arbeitslose aus der Quelle-Zentrale in Nürnberg, und 26.000 Mitarbeiter in den verbliebenen 120 Karstadt-Filialen, die per Sanierungstarifvertrag auf 150 Millionen Euro Einkommen verzichten müssen.

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