Arbeitsgelegenheiten

Die Bundesagentur für Arbeit hat erstmals gefragt, wie sich den die sogenannten Ein-Euro-Jobber so fühlen. Erstaunlicherweise zufrieden mit ihrer „Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“. Klar: zu Hartz IV ein bißchen dazuverdient – schon hat man es etwas leichter.

Und – so zumindest der DGB in einer Bewertung der noch unveröffentlichten Studie – die Langzeitarbeitslosen in diesen Jobs sind erstaunlich qualifiziert: mindestens Berufsausbildung manchmal sogar Hochschulabschluss haben zwei Drittel der Ein-Euro-Jobber. Doch schon im November 2008 hatte der Bundesrechnungshof in einem Prüfbericht festgestellt, dass der Ein-Euro-Job eine Sackgasse ist. Drei Viertel der 1-Euro-Jobber haben auch danach keine Chance auf eine richtige Arbeit. Außerdem erfüllten zwei von drei 1-Euro-Jobs nicht die gesetzlichen Voraussetzungen, was jetzt in der BA-Befragung bestätigt wurde: 45 Prozent der 1-Euro-Jobber sagen, dass sie dieselbe Arbeit machen wie festangestellte Kollegen.

Letzters ruft witzigerweise den Zentralverband des Handwerks auf den Plan. Denn 1-Euro-Jobber machen in gemeinnützigen oder städtischen Betrieben den Handwerkern als Gärtner und Hausmeister Konkurrenz.

Quelle: Frankfurter Rundschau 29.5.2009


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