Finanzmarktmeute: Karstadt darf nicht klappen

Ziemlich einhellig wird der Karstadt-Übernehmer Berggruen in den Medien abgelehnt. Er habe keine Erfahrung im Kaufhausgeschäft wird ihm ebenso vorgeworfen, wie seine Zusage an die 25.000 Karstadt-Beschäftigten, dass diese ihren Arbeitsplatz behalten können (weswegen die Gewerkschaft ver.di im Gläubigerausschuss für Berggruen stimmte).

Hinter diesen Vorbehalten darf man gerne die Meinungsmanipulatoren der Finanzmarktindustrie vermuten. Denn Berggruen will nicht bei den Beschäftigten abkassieren, sondern die Vermieter des Finanzkonzerns Highstreet mit in die Verantwortung für die Fortführung der Kaufhäuser nehmen. Highstreet nämlich hat durch überhöhte Mieten wesentlich beigetragen, dass Karstadt pleite ging. Und zu den überhöhten Mieten kam es, weil der frühere Chefmanager des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, das Bertelsmann-Gewächs Thomas Middelhoff das Eigentum der Kaufhauskette an die Finanzinvestoren verscherbelte (Finanzinvestoren bei denen er selbst sein Privatvermögen anlegte).

Da stört ein Käufer sehr, der dieses Spiel des Profit schlagens aus den Arbeitsplätzen vieler Menschen nicht mitspielt.

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