Spiel beenden!

In einem lesenswerten Debattenbeitrag für die „taz“ (17.5.2010) zeigt der Wiener Ökonom Stephan Schulmeister, was die Alternativen im derzeitigen Euro-Poker sind:

Der Finanzkapitalismus lässt sich nicht restaurieren, entweder dieses System geht bankrott oder das europäische Sozialmodell samt Euro.

Schulmeister kritisiert, dass die EU mit ihren Maßnahmen – die Stützung des Euro durch Hilfe für die Defizitländer im Wert von 750 Milliarden Euro – den Spekulanten das Signal sende „Wir spielen mit, wenn auch gegen Euch“. Dies sei das falsche Signal. Das Spiel zu beenden müsse bedeuten, dass EU, EZB und der noch einzurichtende Europäische Währungsfonds eine Garantie für die Staatsschuld aller Euro-Länder abgeben (wie die USA nach der Lehman-Pleite für die großen Banken). Dann gebe es keinen Grund mehr für „Risikoprämien“, ein einheitliches Zinsniveau für alle Euro-Staatsschulden-Bonds (wegen der Bonität AAA höchsten 4 Prozent) und das Spekulationsspiel mit den Risikoprämien würde beendet.

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