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Diener des Finanzmarkts

In einem größeren Hintergrundartikel beleuchtet die „telepolis“ das Ausmaß und mögliche Folgen der derzeitigen Politik der US-Notenbank „Fed“ (=Federal Reserve), massenhaft US-Staatsanleihen zu kaufen. Es geht dabei vor allem um die drohende Mega-Deflation infolge eines inflationären Aufblähens der Finanzmärkte infolge der US-Niedrigzinspolitik. Einige wichtige Zitate aus dem Beitrag:

„…Sowohl Alan Greenspan als auch Ben Bernanke gehörten eigentlich ins Gefängnis. Die Anklagepunkte lauten: rücksichtsloses Herbeiführen von Börsenblasen, Schüren der Inflation, Enteignung des Mittelstandes durch deflationäre Schocks, Massenmord in der Dritten Welt durch Inflation der Nahrungsmittelpreise sowie das Herbeiführen von Verschuldungsorgien, die Währungskrisen und Staatsbankrotte auslösen können…

Mittlerweile besitzt die Fed mehr Staatsanleihen (Treasuries) als die Volksrepublik China. So betrug das Volumen an Treasuries, Schatzwechseln und anderen US-Schuldtiteln im Besitz der Notenbank in der vergangenen Woche 1,11 Billionen US Dollar. Die von China gehaltenen Bestände belaufen sich laut einer Statistik des US-Finanzministeriums nur noch auf 896 Milliarden US-Dollar. Nur um die Zinsen der gemachten Schulden zu bezahlen, wird in den führenden Industrienationen zukünftig mehr als ein Drittel des Bruttosozialproduktes dafür verwendet werden müssen…

Die Weltwirtschaftskrise sollte mittels Milliardenspenden auf Kosten des normalen Bürgers behoben werden, um einige wenige Spekulanten vor dem verdienten Untergang zu retten. Das schwarze Loch der Finanzmärkte als Fass ohne Boden legte den Nährboden für zukünftige Staatspleiten.

Die Scheckheft-Orgien von Paulson und Bernanke zu Lasten des Mittelstandes dürften eine der größten Dreistigkeiten der Wirtschaftsgeschichte sein. Die Beliebigkeit, gemäß derer einzelne Firmen überleben und andere Pleite gehen mussten, ist an krimineller Energie kaum zu überbieten. Die Aktionäre sollten bei allen Rettungsaktionen bluten, während die Anleihebesitzer auf Teufel komm raus gerettet werden sollten…

Wer nicht weiß, wie viel Geld hier vernichtet wurde, dem soll dies durch das Ausschreiben der Zahl verdeutlicht werden: 12,3 Billionen USD = 12,300 Milliarden USD = 12,3 Millionen Millionen USD oder anders ausgedrückt 40.000 USD pro Bürger, ob Kleinkind, Steuerzahler oder Greis. Eine unvorstellbare Summe in kürzester Zeit.

Benötigen andere Generationen für die Anhäufung einer solchen Schuld Jahrzehnte, so gelang dies der Generation Bankster in nur wenigen Jahren – und dies alles gemäß der Devise: Geliehenes Geld muss nicht zurückbezahlt werden, das übernehmen andere für dich…

Fast hat es den Anschein, dass in den USA Bankster regieren, während das Repräsentantenhaus und der Kongress die Rolle von abnickenden Marionetten spielen müssen. Hierbei agiert die Fed als globales Pfandhaus, wobei sie etwa 9 Billionen USD auf 18 Finanzinstitute verteilte, indem sie alles, was die Banken besaßen, als Sicherheiten hereinnahm. Damit wurde in den USA die erste postmoderne Pfandhaus-Ökonomie begründet, die im noch längst nicht beendeten Quantitative-Easing ihren Höhepunkt fand. Man verpfändet alles, was man an Vermögen hat, nur um nicht in die Versuchung des Sparens zu kommen. Konsum um jeden Preis, bis auch das Pfandhaus pleitegeht.

Selbstverständlich ist es einem Pfandhaus auch egal, was die Finanzdienstleister mit dem von der Fed geliehenen Geld anstellten. Ob sie es wie Goldman Sachs zum Zocken verwandten oder wie JP Morgan Silber shorteten, die Ausleiher der Geldes mussten keine Rechenschaft darüber ablegen, was sie mit dem Geld anstellten. Es geht bei diesen Transaktionen nur darum, die Spielschulden der amerikanischen Finanzaristokratie zu begleichen…

Ben Bernanke hat die amerikanische Verfassung mit Füssen getreten und ist damit der erste postmoderne Finanzterrorist. Er ist schlimmer, als ein Bin Laden je sein könnte, weil er die gesamte westliche Welt mit seinen Aktionen ins Finanz-Nirwana schickt.Der Mann, der angetreten ist, die Deflation mit einer hohen Inflation zu bekämpfen, wird ab einem bestimmten Zeitpunkt die größte Deflation erzeugt haben, die die USA je gesehen haben, wenn nicht die Notbremse einer neuen Weltwährung gezogen wird. Ben Bernankes Irrtum ist, dass er glaubt, mehr Geld erzeuge gleichzeitig mehr Wachstum. Doch was geschieht, wenn das Geld nicht in den Markt gelangt. Wenn immer mehr Menschen verarmen und Unternehmen zahlungsunfähig werden, wer soll dann Kredite schöpfen? Wer soll konsumieren?…“

Und hier die Links zu den 4 Teilen des Artikels:

Der „Gazillion“-Betrug der Federal Reserve, Scheckheft-Orgien, Der Mega-Bankraub, Die Erfindung der Pfandhaus-Ökonomie

Die gefährlichste Firma der Welt

In einem Bericht über den Versicherungskonzern AIG trug „Die Zeit“ (18.3.2010) ein paar Fakten zu diesem als „gefährlichste Firma der Welt“ bezeichneten Konglomerat zusammen:

  • 4000 Unternehmensteile in 130 Ländern, 74 Millionen Kunden mit einem Anlagevermögen von einer Billion Dollar (1000 Milliarden).
  • Am 16.9.2008, zwei Tage nach dem Untergang der Lehman Bank musste der Staat mit zunächst 85 Milliarden Dollar einspringen, später wurden 180 Milliarden daraus, die Aktie fiel von 100 Dollar auf unter einen Dollar. die Staatshilfen gingen zum großen Teil direkt an Banken wie Goldman Sachs oder die Deutsche Bank, die allein 11,8 Milliarden Dollar aus der Staatshilfe bekam – für die geplatzten Spekulationspapiere (Credit Default Swaps, „gebündelte“ Kreditversicherungen).
  • Bevor die CDS in der Finanzkrise platzten hatte AIG allein mit diesen Spekulationen einen Jahresgewinn von 5 Milliarden Dollar eingefahren.
  • Hank Greenberg, 84, heist der Verantwortliche, der den Konzern in 37 Jahren zusammenbaute und einst ein Privatvermögen von 3 Milliarden Dollar besaß.

Wall Street hat gewonnen

„Die Zeit“ stellt lakonisch fest „Die Wall Street siegt“ (17.12.2009). Denn bei den anstehenden Finanzmarktregulierungen fehlen ausgerechnet belastbare Regeln für den Derivate-Markt. Dieser Markt, der derzeit 600 Billionen Dollar umfasst (vor der Krise waren es 700 Billionen) war Auslöser der Wirtschaftskrise und ist immer noch der für die Realwirtschaft, die Staaten, die Währungen und die Menschen gefährlicheste Teil des Finanzmarkts.

Doch das Wall Street Kartell der Derivate-Profiteure – die Großbanken J.P. Morgan Chase, Goldman Sachs, Bank of America, Morgan Stanley, Citigroup und Deutsche Bank haben Regeln verhindert – insbesondere die Regel, dass Derivate-Geschäfte an einer Börse öffentlich überprüfbar notiert werden sollten.

So bleibt es bei den undurchsichtigen Hinterzimmerdeals, die über den Ladentisch (englisch: over the counter) gemacht werden. Diese können zwar theoretisch nützlich sein, indem sie z.B. ein US-Unternehmen, das seine Waren nach Europa exportiert, gegen einen möglichen Verfall des Euro schützen; doch in der Realität sind es vor allem Geschäfte, die Hedgefonds und Banken machen, um auf möglichst hohe Gewinne zu wetten. Gefährlich sind die undurchsichtigen Derivate deshalb, weil sie meistens eine Transaktionskette beinhalten, die explodiert, sobald ein beteiligter Vertragspartner im Ernstfall nicht zahlen kann – so wie voriges Jahr die Investmentbank Lehman Brothers und der Versicherungskonzern AIG.

Die Großbanken der Wall Street haben die Politik eingesackt, indem sie in einer Kampagne prominente Kunden der Realwirtschaft – Apple, General Electric, IBM – gegen Derivate-Regeln aufmarschieren ließen. Diese Großkunden haben ein eigennütziges Interesse: Nicht um die Absicherung von Geschäften geht es ihnen, sondern um das Erlangen von Steuervorteilen und die Möglichkeit zur Bilanzkosmetik, die mit dem Derivatehandel einher geht. Deshalb hat der Bankeregeln-Gesetzentwurf des amerikanischen Repräsentantenhauses Ausnahmeregeln für diese „Endkunden“ und die gerade beliebten Devisen-Wetten (die schon vor 10 Jahren beim Zusammenbruch des Hedgefonds LTCM beinahe den Systemkollaps auslösten).

Kräftige Gewinne bei Bankenrettung

Die US-Notenbank (Federal Reserve – „Fed“) hat seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor 2 Jahren offenbar einen Gewinn von 14 Milliarden Dollar aus ihren Verleihaktionen an Banken erwirtschaftet. Auch der amerikanische Staat soll an seinen Rettungsaktionen verdient haben – 1,4 Milliarden Dollar von Goldman Sachs, 1,3 Milliarden von Morgan Stanley – durch den Rückverkauf der im Zuge der Stützungsaktionen übernommen Bankaktien. Allerdings haben die USA noch große Risiken im Rettungsportfolio: den Versicherer AIG und die Immobilienbanken „Fannie Mae“ und „Freddie Mac“ sowie die Autokonzerne General Motors und Chrysler.

In Deutschland geht es bescheidener zu. Der Bankenrettungsfonds Soffin hat bislang 320 Millionen Euro Gebühren für seine Bankgarantien von 130,7 Milliarden eingenommen. Und ob man die 22 Milliarden für die Hypo Real Estate und die Commerzbank wiedersieht ist fraglich. Hohes Risiko, geringe Einnahmen ist also das schlechte Staatsgeschäft.

Quelle: Süddeutsche Zeitung 1.9.2009

Gewinne und Boni

In der „Zeit“ (23.7.2009) weist Arne Storn auf einiges hin, was sich hinter den Milliardengewinnen der internationalen Großbanken im 2. Quartal (Goldman Sach 3,4 Miliarden Dollar, JPMorgan Chase 2,7 Milliarden, Bank of America 3,2 Milliarden, Citigroup 4,3 Milliarden) verbirgt und macht einen gut begründeten Vorschlag gegen die Finanzmarkt-Zockerei:

Zu den Hintergründen der Gewinne: Sie sind unter anderem Ergebnis mangelnder Konkurrenz – Bear Stearns, Lehman Brothers oder Merril Lynch sind pleite und vom Markt verschwunden. Dazu kommen geänderte Bilanzregeln, die Abschreibungen unnötig machen und damit Verluste kaschieren; ebenso günstige Zinsen der Notenbanken und Rettungs-Staatsgelder, die an die Banken durchgereicht wurden (Beispiel: der Versicherer AIG).

Und der Vorschlag: Unglaublich aber wahr: die Hälfte ihrer Gewinne schütten die Banken an ihre Mitarbeiter aus – vor allem jene „Top Banker“, die im Finanzmarktcasino zocken. Dabei handeln die Bankmitarbeiter nicht auf eigenes Risiko, da sie ja mit den Kundengeldern der Bank ihre riskanten Geschäfte tätigen. Arne Storn schlägt daher vor, die Gewinne stärker zum Aufbau größeren Eigenkapitals der Banken zu nutzen und die Bonuszahlungen auf 10 bis 20 Prozent des Gewinns zu begrenzen. Das würde seiner Meinung nach den Hang zur kurzfristigen Zockerei begrenzen.

Wetten mit Erzieherinnen-Lohn

Im „Dossier“ der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ (16.7.2009) wird erklärt, wie sich Deutschlands Stadtkämmerer bei ihren Cross-Border-Leasing-Geschäften (CBL) in der Finanzkrise verzockten.

Kern der Geschäfte war nämlich nicht – wie allgemein angenommen – das bis 2004 vom US-amerikanischen Staat steuerbegünstigte Leasingmodell für Müllverbrennungsanlagen, Rathäuser und Wasserwerke. Der wahre Kern der 1000-seitigen Geheimverträge in englischer Sprache, die Bürgermeister unterschrieben, waren sogenannte Spread-Ladder-Swaps – Wetten gegen die finanzierende Bank (oder den Versicherer AIG), dass eine bestimmte Zinsdifferenz eintritt.

Die politisch Verantwortlichen der Stadt Hagen verzockten so 50 Millionen Euro – das Jahresgehalt von 1400 Erzieherinnen. Den Verlust machten CDU-Stadtkämmerin Annekathrin Grehling und SPD-Oberbürgermeister Peter Demnitz mit einer 170-Millionen-Euro-Zinswette, die die Deutsche Bank gewann.

Nach Hagen folgen Remscheid (19 Millionen) und Neuss (10 Millionen) in der Hitliste der Verluste nordrhein-westfälischer Kommunen bei Zinswetten.

Das „Zeit-Dossier“ prangert auch an, dass sich Staatsanwaltschaften weigern, strafrechtlich gegen die verantwortlichen Kommunalpolitiker zu ermitteln, die die CBL-Geschäfte in den Kommunalparlamenten durchpaukten. Und der Artikel zeigt auch die Ursache für die riskante Zockerei mit öffentlichem Vermögen: Die Steuerreform der Regierung Schröder, die in den Jahren 2002 und 2003 Milliardenbeträge an Gewerbesteuern an Firmen zurückzahlen mussten – in München allen 500 Millionen, davon 90 Millionen an die Hypo Vereinsbank. Weil außerdem die Gewerbesteuern dauerhaft ausblieben wurden die Kämmerer zum Zocken geradezu gezwungen.

Tansania und Goldman Sachs

Ein paar Fakten aus einem Artikel der „Zeit“ (2.7.2009) über die Investmentbank Goldman Sachs:

  • Knapp 27900 Mitarbeiter weltweit, Marktkapitalisierung 74 Milliarden Dollar
  • Goldman Sachs Chef Lloyd Blankfein bekam 2007 eine Vergütung von knapp 68 Millionen Dollar (Bargeld, Aktien, Optionsscheine) – insgesamt wurden in diesem Jahr rund 20 Milliarden Dollar Gehälter und Bonuszahlungen an die damals noch 30.500 Angestellten verteilt.
  • Der linksliberale „Guardian“ in England wagte folgenden Vergleich: Tansania ist ein afrikanisches Land, in dem sich 25 Millionen Menschen 2,2 Milliarden Dollar Einkommen teilen – Goldman Sachs ist eine Investmentbank, in der sich 161 Menschen 2,6 Milliarden Dollar Einkommen teilen.
  • Deutsche Goldman Sachs Geschäfte: 1996 brachte das Unternehmen die Telekom an die Börse (zusammen mit der Deutschen Bank) und knackte damit das bis dahin bestehende Monopol der drei Frankfurter Großbanken auf diesem Sektor. – oder: Goldman Berater rieten Karstadt zum Verkauf seiner Filialen an ein Konsortium unter Führung der Goldman-Tochterfirma Whitehall.
  • Schmutzige Geschäfte: Goldman-Mitarbetier managen die Platzierung von kalifornischen Staatsanleihen – eine andere Abteilung verkauft Kreditderivate, die gegen die kalifornischen Staatspapiere wetten.
  • Goldman meldete für das erste Quartal des Jahres einen Gewinn von 1,8 Milliarden Dollar – vielleicht auch, weil die Bank von der Rettung des Versicherers AIG mit Staatsgeldern stark profitierte. Von den 180 Milliarden Dollar des AIG-Rettungspakets gingen 12,9 Milliarden an Goldman Sachs (es folgten die französische Société Générale und die Deutsche Bank mit 11,9 und 11,8 Milliarden Dollar).

1986: Minsky blickt durch

Die Süddeutsche Zeitung feiert in ihrer heutigen Ausgabe den US-Ökonomen Hyman Minsky der 1986 sein Hauptwerk „Stabilizing an unstable economy“ veröffentlichte. War er damals ein Außenseiter in der Wirtschaftswissenschaftler-Zunft, ist er 13 Jahre nach seinem Tod derjenige, der schon vor 23 Jahren begriffen hatte, warum es zu einer Krise wie der heutigen kommen kann:

Minsky erkannte, dass es im Kapitalismus 2 Preissysteme gibt – die Güterpreise, die sich aus Produktionskosten plus Gewinnaufschlag zusammensetzen und die Vermögenswerte (Aktien und Immobilien), deren Preis von Renditeerwartungen abhängt. Und weil beides nicht richtig zusammenpasst gibt es das Instrument des Kredits, das einen fatalen Mechanismus aus Börseneuphorie und Kapitalmarkt-Panik auslöst: Banken und Kunden erwarten, dass künftige Gewinne auf dem Gütermarkt ausreichen Zins und Tilgung zu bezahlen („hedge finance“, gesicherte Finanzierung). Klappt das, findet der erfolgreiche Unternehmer Nachahmer, die Preise für Kapitalgüter steigen, der Boom bricht aus. Irgendwann merken die Banken, dass sie nur spekulative Projekte mit ihren Krediten finanzieren, bei denen die Rendite zwar noch für die Zinsen, nicht mehr aber für die Tilgung reicht.

Das ist der „Minsky-Moment“. Denn danach werden die spekulativen Finanzgüter im „Ponzi-Bereich“ finanziert – also mit einer Art Schneeballsystem (benannt nach dem Anlagebetrüger Charles Ponzi) bei dem neue Kredite aufgenommen werden, um Zins und Tilgung alter Kredite zu bezahlen. Wenn eine Bank genügend Ponzi-Projekte ansammelt, ist sie pleite!

Bei der heutigen Krise lag der „Minsky-Moment“ im Herbst 2007, als die Deflation der Vermögenswerte begann, in deren Gefolge trotz aller Verbriefungen und Derivate am Ende allerlei Banken und Versicherungen pleite gingen und vom Staat gerettet wurden (oder auch nicht): IKB, SachsenLB, Hypo Real Estate, Northern Rock, Bear Stearns, Lehman Brothers, Citigroup, AIG.

Die von Minsky vorgeschlagenen Reformen fanden kein Gehör: Er wollte für Stabilität sorgen, indem er ein langsameres Wachstum des Lebensstandards vorschlug – die Wirtschaft sollte selbst viel konsumieren, wenig investieren und von einem starken Staat gesteuert werden. Arbeitslose sollten in diesem System übrigens staatliche Arbeitsplätze zum Mindestlohn besetzen müssen.