Arme Alte, arme Kranke

Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung – also eine staatliche Hilfe auf Hartz IV Niveau – erhielten 2009 insgesamt 764.000 Menschen, 74 Prozent mehr als 2003, w0 439.000 diese Hilfe bekamen. Betrachtet man allein die Menschen im Rentenalter ab 65 Jahren beträgt der Anstieg der Grundsicherungsempfänger immer noch 55 Prozent: Von 257.800 auf 400.000 Menschen. Im Schnitt bekommen die Grundsicherungsempfänger 658 Euro monatlich – weit unterhalb der die Armutsgrenze der EU-Statistik, die als arm Menschen bezeichnet, die weniger als 930 Euro im Monat zur Verfügung haben.

Die Zahl der Grundsicherungsempfänger wächst, weil die Renten sinken: 1999 lag das Einkommen von Männern bei Renteneintritt noch bei 880 Euro (West) bzw. 870 Euro (Ost). Zehn Jahre später war der Betrag auf 820 Euro (West) bzw. 800 Euro (Ost) gesunken – Folge von Rentenkürzungen und anwachsendem Niedriglohnsektor.

Quelle: taz (30.6.2011)

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