Aufschwung-Optimismus und Insolvenz-Realität

Während die Medien allenthalben Aufschwung-Optimismus verbreiten – die Wähler sollen ja schwarz-gelb an die Regierung bringen – rechnet die Kreditversicherung Euler für dieses Jahr mit 35.000 Firmen-Insolvenzen – 19 Prozent mehr als 2008. Nach Hochrechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform haben im ersten Halbjahr bereits 16650 Firmen Insolvenz angemeldet – 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Deswegen sind schon jetzt 254.000 Arbeitsplätze bedroht, bis zum Jahresende könnten es rund 540.000 werden. Ohne Krise, so eine Umfrage unter Insolvenzverwaltern, würde die Zahl der Pleiten nur ein Drittel so hoch sein. Die meisten Insolvenzen gibt es im Maschinenbau – Textil-, Druckmaschinen- und Baumaschinenhersteller sind am höchsten Insolvenzgefährdet.

Quelle: die tageszeitung (29.7.2009)

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