Schlecker macht frech weiter

Die Schlecker-Drogeriemärkte verändern sich: In den nächsten Jahren sollen laut Gewerkschaft ver.di 4000 Kleinfilialen mit 12.000 Mitarbeiterinnen geschlossen werden – allein heuer sollen es schon 600 gewesen sein. Aufmachen will der Ehinger Unternehmer Anton Schlecker dagegen so genannte XL-Märkte mit größerer Fläche, größerem Sortiment und – tatsächlich – mehr Mitarbeitern.

Die allerdings sind die Gekniffenen: Galt in den Kleinfilialen ein nach jahrelangen Auseinandersetzungen mühsam von ver.di erkämpfter Anerkennungstarifvertrag, der den Schlecker-Mitarbeitern die – niedrigen – Handels-Löhne sicherte, sollen sie künftig für 6,50 bis 8 Euro die Stunde in den XL-Märkten arbeiten. Das sind bis zu 50% unter dem Tarifniveau. Aber die Mitarbeiter, die dem Drogeriemarkt-Milliardär seinen Reichtum erwirtschafen haben keine Wahl – sie können sich ja nicht in die Erwerbslosigkeit abmelden.

Insofern: Die Schlecker-Mitarbeiter haben allen Grund zu streiken: Für Tarifbindung auch in den XL-Märkten! Und als Kunden können wir das mit unserem Einkaufsverhalten unterstützen!


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