Artikel in der Kategorie 'Statistisches'

Mehr als 7 Prozent Wirtschaftswachstum wird für Deutschland erwartet seit die Wachstumszahl im zweiten Quartal bei 1,9 Prozent lag. Und alles jubelt: Die Krise ist vorbei! Warnende Stimmen werden überhört und die Regierung verbucht das Riesen-Wachstum als Erfolg ihrer Politik des Sparens bei den Sozialausgaben, der “Lohnzurückhaltung” und der “Exportlokomotive”. Zur Begründung wird dann noch [...]

18. August 2010, 11:36 Uhr

Zu den derzeitigen Erfolgsmeldungen aus dem neoliberalen Lager gehört, dass es plötzlich wieder ein ausreichendes Angebot an Ausbildungsplätzen gebe. Doch die Statistik spricht eine andere Sprache: Die Bundesagentur für Arbeit meldet für Ende Juli zwar 108.500 freie Lehrstellen. Gleichzeitig gibt es aber immer noch 152.600 Bewerber, die zu diesem Zeitpunkt keine Lehrstelle gefunden hatten. Das [...]

18. August 2010, 10:42 Uhr

1979 hatte das reichste Prozent der US-Amerikaner im Durchschnitt das 7,9-fache Einkommen wie die Mittelschicht – das mittlere Einkommens-Fünftel. 10 Jahre später, 2007, war dieser Unterschied auf das 23,9-fache angewachsen. Im selben 10-Jahres-Zeitraum war das Einkommen des ärmsten Fünftels der Bevölkerung um 16 Prozent gewachsen, das Mittelschicht-Fünftel hatte einen Einkommenszuwachs von 25 Prozent. Dagegen konnte [...]

30. Juli 2010, 12:40 Uhr

Die Rechnung geht scheinbar auf: Im Mai verkauften deutsche Produzenten 28,8 Prozent mehr Waren im Ausland als im Jahr zuvor. Die Autoindustrie steigerte ihren Auslandsabsatz sogar um 44 Prozent. Damit sind die Einbrüche des Krisenjahrs 2009 scheinbar wettgemacht. Der Weltwährungsfonds IWF erhöhte deshalb seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft auf 4,6 Prozent (der Rückgang 2009 betrug [...]

14. Juli 2010, 09:50 Uhr

“…Was bedeutet es, dass im Mai etwa 3,2 Millionen Menschen offiziell arbeitslos waren?… Wie unvollständig die Zahlen der Bundesagentur sind, führte … das Statistische Bundesamt vor, das die Unterbeschäftigung in Deutschland erhebt. Danach würden 8,6 Millionen Menschen zwischen 15 und74 Jahren gern mehr arbeiten… Zählt man nur die offiziellen Erwerbslosen, dann steht Deutschland unter den [...]

30. Juni 2010, 14:39 Uhr

Deutschlands bestbezahlter Manager soll laut “Manager Magazin” der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Medienkonzerns sein. Er erhielt 2009 rund 11 Millionen Euro, was der Konzern allerdings bestreitet. Auf Platz 2 folgt der Chef-Investmentbanker der Deutschen Bank Anshu Jain. Der Chefspekulant bekam rund 10,3 Millionen Euro Gehalt und Prämien. Der Vorstandsvorsitzende der Bank, Josef Ackermann, durfte sich [...]

27. Juni 2010, 19:00 Uhr

Die 10 Prozent der Bundesbürger mit dem niedrigsten Einkommen, bekommen gerade mal 3,9 Prozent des gesamten Nettoeinkommens in der Bundesrepublik Deutschland. Aber auch wer mehr Einkommen hat, wird noch lange nicht entsprechend seinem Bevölkerungsanteil am Einkommen beteiligt. Selbst die Bundesbürger, die schon oberhalb des Einkommens-Durchschnitts liegen – statistisch nennt man das das sechste Dezil (also [...]

27. Juni 2010, 18:53 Uhr

Ein “investierbares Vermögen” ist der Geldbesitz, der nicht im eigenen Haus, nicht im Besitz von Konsumgütern (z.B. Autos, Möbel) und auch nicht in Sammlungen (z.B. Bilder, Briefmarken) steckt – also frei verfügbares Vermögen. Demnach sind echte Dollar-Millionäre solche, die ein “investierbares Vermögen” von mehr als einer Million Dollar ihr eigen nennen. In Deutschland lebe 810.000 [...]

19. Juni 2010, 16:42 Uhr

Die “taz” (5.5.2010) hat einige Fakten über die “faulen” Griechen zusammengetragen – im Vergleich zu Deutschland und dem EU-Durchschnitt: Die staatlichen Sozialausgaben machen in Griechenland 20,6% des Brutto-Inlandsprodukts aus – in Deutschland sind es 18,4% und im EU-Durchschnitt 17,7% Die Arbeitslosigkeit der Griechen liegt bei 9,5%, in Deutschland bei 7,5% und in der EU bei [...]

13. Mai 2010, 10:53 Uhr

Die “taz” (1.4.2010) hat in einer Grafik zusammengestellt, wieviele Milliarden Euro Umfang die jeweiligen staatlichen Bankenrettungspakete der einzelnen Staaten haben (Stand: Juli 2009): USA: 2491 Milliarden Euro Großbritannien: 934 Milliarden Euro Deutschland: 480 Milliarden Euro Frankreich: 368 Milliarden Euro Holland: 265 Milliarden Euro Japan: 113 Milliarden Euro Australien: 62 Milliarden Euro Spanien und Schweiz: je [...]

1. April 2010, 08:09 Uhr

10 Prozent mehr Gehalt als im Vorjahr bekamen die Vorstandschef der im Börsenindex DAX aufgeführten Unternehmen im Jahr 2009. Im Durchschnitt beziehen die Chefs der großen deutschen Aktiengesellschaften ohne Altersvorsorgebeiträge pro Jahr 3,46 Millionen Euro (rund 300.000 Euro monatlich). Ausgerechnet hat das die Beraterfirma Towers Watson, die die Geschäftsberichte von 29 der 30 DAX-Unternehmen auswertete. [...]

31. März 2010, 09:54 Uhr

Nur die Abwrackprämie brachte den privaten Verbrauch in Deutschland 2009 ins magere Plus von 0,4 Prozent. Ohne diese Staatshilfe im Wert von 5 Milliarden Euro wäre der private Konsum um 0,5 Prozent gegenüber 2008 gefallen. Es bestätigt sich damit das seit rund 20 Jahren anhaltende Bild, dass mit unterdurchschnittlichen Lohnsteigerungen, Umverteilung von Arbeitnehmern zu Geldbesitzern [...]

28. März 2010, 11:10 Uhr

Schlechte Geschäfte machten die als “Heuschrecken” titulierten private-equity-Firmen. In Deutschland sank die Beteiligung dieser Vermögensverwaltungen an hiesigen Firmen 2009 auf 2,36 Milliarden Euro – nach 9,12 Milliarden Euro 2008. Weltweit sanken die Kapitalanteile dieser Finanzfirmen an der Realwirtschaft von 700 Milliarden Dollar im Jahr 2006 auf 134 Milliarden Dollar 2009. Der Grund: Das Geschäft wirft [...]

28. März 2010, 10:20 Uhr

Die Wirtschaftskrise hat auch gute Seiten: Gegenüber 2008 fielen die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland um 8,4 Prozent. Verantwortlich dafür: das weniger produzierende verarbeitende Gewerbe, das 20 Prozent weniger Treibhausgase ausstieß. Quelle: taz 6.3.2010

28. März 2010, 10:11 Uhr

Erstmals seit Gründung der Bundesrepublik ist der durchschnittliche Bruttoverdienst der Arbeitnehmer im Jahr 2009 gesunken. Das Minus gegenüber 2008 betrug 0,4 Prozent. Der deutsche Durchschnitts-Buttolohn beträgt nun 27.648 Euro pro Jahr. Besonders stark betroffen waren Arbeitnehmer im verarbeitenden Gewerbe deren Bruttolöhne aufgrund von Kurzarbeit und anderen Beschäftigungssicherungs-Maßnahmen um 3,6 Prozent sanken. Quelle: taz 4.3.2010

28. März 2010, 10:08 Uhr

Fast die Hälfte der Deutschen will in den nächsten Monaten weiter bei Lebensmitteln und Getränken sparen, stellte die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) jetzt fest. Und dies obwohl die Deutschen ohnehin deutlich weniger für Essen und Trinken ausgeben wie ihre europäischen Nachbarn. Auch Haushaltsgeräte/Möbel, Kultur, Urlaub, Bekleidung/Schuhe und Zeitungen/Zeitschriften stehen auf den Sparlisten der Deutschen ganz [...]

25. Februar 2010, 14:44 Uhr

Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Hartz IV hat die “Zeit” (11.2.2010) nachgerechnet wieviel eine dreiköpfige Familie (Kind 6 bis 13 Jahre alt) mindestens benötigt – nach der angeblichen Berechnungsmethode der Regierung: Konsumausgaben des unteren Fünftels der Einkommensverteilung (ohne Sozialhilfeempfänger), wobei die Auswahl der Gütergruppen nach den Vorschriften der Hartz-IV-Regelsatzverordnung erfolgte (samt den dort genannten [...]

24. Februar 2010, 19:48 Uhr

In einer aufschlussreichen Grafik hat “die Zeit” (28.1.2010) einige Größenordnungen von Geldausgaben dargestellt, die helfen, die derzeitigen politischen Debatten entsprechend ihrer Bedeutung einzuordnen. Einige Beispiele daraus: 1242 Milliarden Euro haben die USA bislang für den Irak- und Afghanistankrieg ausgegeben (30 Milliarden jährlich sind die Kosten der gesamten Bundeswehr, 4 Milliarden der bisherige Beitrag Deutschlands zum [...]

17. Februar 2010, 15:22 Uhr

Börsianer und andere Wirtschaftsexperten feiern seit Monaten, dass die US-Arbeitslosenstatistik sinkende Zahlen meldet und leiten daraus kurssteigernde Zukunftserwartungen ab. Jetzt hat die Internet-Zeitschrift “Telepolis” darauf hingewiesen, dass die US-Arbeitslosenstatistik die wahren Verhältnisse nicht wiederspiegelt: In den USA tauchen nur Arbeitslose in der Statistik auf, die höchstens ein Jahr arbeitslos sind. Langzeitarbeitslose verschwinden aus den amtlichen [...]

8. Februar 2010, 17:34 Uhr

Nach Auslaufen der Abwrackprämie brach der Autoabsatz in Deutschland ein: 181.500 Neuzulassen werden für Januar gemeldet – das schwächste Verkaufsergebnis seit der deutschen Wiedervereinigung. Aufschlussreich auch, dass im Januar 2009 die Abwrackprämie noch gar nicht wirkte, da diese erst in diesem Monat eingeführt wurde. Immerhin 9 Monate lang hatte sie dann zu Rekordverkäufen von Neuwagen [...]

3. Februar 2010, 19:13 Uhr

Rund 5 Millionen Arbeitnehmer waren laut Wirtschaftsauskunftei “Creditreform” seit dem Jahr 2000 von Firmenpleiten betroffen. Die meisten Beschäftigten, die in einem der 340.000 Pleitebetriebe arbeiteten verloren durch Schließung oder “Sanierung” ihren Arbeitsplatz. Den Gläubigern der Pleite-Unternehmen entstand ein Schaden von 250 Milliarden Euro. Quelle: taz 29.12.2009

7. Januar 2010, 10:25 Uhr

Um immerhin 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist der Verbrauch von Primärenergie (z.B. Kohle, Gas, Wind) in Deutschland zurückgegangen. Bedingt durch die Wirtschaftskrise sank dieser Wert auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren. Quelle: FR-Online

22. Dezember 2009, 13:10 Uhr

Zwischenzeitlich haben britische Banken mehr als eine Billion Euro (= 1.000.000.000.000, englisch “a trillion”) Staatshilfen bekommen. Von den 850 Milliarden Pfund, die in 15 Monaten aus diversen “Rettungsprogrammen” gezahlt wurden gingen unter anderem 131 Milliarden für die teilweise oder vollständige Verstaatlichung von Banken drauf. Quelle: taz 5.12.2009

21. Dezember 2009, 08:51 Uhr

Eine gute Zusammenstellung der für die Kopenhagener Klimadiskussion relevanten wissenschaftlichen Daten findet sich in einem Blogeintrag der Zeitschrift “Technology Review”.

7. Dezember 2009, 12:19 Uhr

Wer zum reichsten tausendstel der Bevölkerung Deutschlands gehört hat ein Monatseinkommen von mehr als 50.000 Euro (das verdient ein gut verdienender Angestellter im Jahr) und zahlt darauf durchschnittlich 36 Prozent Einkommenssteuer. Wer zum obersen hundertstel der Bevölkerung gehört verdient monatlich mehr als 15.000 Euro und zahlt auch nicht mehr Steuern. Dabei liegt der Spitzensteuersatz offiziell [...]

25. November 2009, 20:26 Uhr