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Ackermann jetzt bei 30 Prozent

2,8 Milliarden Euro Gewinn machte die Deutsche Bank in den ersten 3 Monaten des Jahres 2010 – 1 Milliarde mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Fast der gesamte Gewinn kommt dabei aus dem Investmentbanking-Geschäft, lediglich 100 Millionen aus anderen Geschäftsfeldern der Bank. Die Eigenkapitalrendite lag im ersten Quartal 2010 bei sagenhaften 30 Prozent, deutlich über der von Josef Ackermann ausgegebenen Richtmarge von 25 Prozent.

Quelle: taz, 28.4.2010

Ackermanns Zahlen

2,3 Milliarden Gewinn verbuchte die Deutsche Bank im ersten Halbjahr. Der Löwenanteil daraus kommt vom Investmentbanking. Das sichert Vorstandschef Ackermann für weitere drei Jahre seine Position – auch wenn er sein selbstgestecktes Renditeziel von 25 Prozent auf’s Eigenkapital mit aktuell 16 Prozent deutlich verfehlt hat.

Quelle: die tageszeitung (29.7.2009)

Freche Krisengewinnler

Für Deutsche Bank Chef Ackermann  ist die Krise schon vorbei. Mit 22,6 Prozent Eigenkapitalrendite im ersten Quartal ist er seinem selbstgesteckten Ziel von 25 Prozent schon wieder sehr nahe und kann seinen Aktionären reichlich Dividende versprechen.

Die Bank, die mit ihrem Geschäftsschwerpunkt Investmentbanking die Finanzkrise wesentlich mitverschuldet hat, verdient gerade im Geschäft mit Staatsanleihen, die wegen der der Krise zur Finanzierung von „Rettungsschirmen“ und Konjunkturpaketen ausgegeben werden müssen, richtig viel Geld. 1,8 Milliarden Euro Gewinn im ersten Viertel des Jahres sind viel.

Entsprechend frech führt sich Krisengewinnler Ackermann schon wieder auf: Die „verschärften regulatorischen Vorgaben“ würden künftige Gewinne der Bank erschweren. Soll wohl heißen, dass man weniger Aufsicht will.

Ihre Geschäfte macht die Deutsche Bank übrigens nicht nur mit der verrufenen Investment-Sparte, die jetzt gerade kräftig an den Krisen-Folgen mitverdient. Und auch nicht mit dem Steuerflucht-Geschäft in Offshore-Tochtergesellschaften. Die Deutsche Bank finanziert laut dem Bericht „Bank Secrets“ der belgischen NGO Vlaanderen Netwerk extrem viele „unethische“ Investitionen – vor allem von Bergbau und Energiekonzernen, die laut Entwicklungsorganisation „Urgewald“ in „Kriege, Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzung“ verwickelt sind. Freeport (USA), CNPC/Petro China, Anglo-Gold Ashanti (Südafrika), Aveva (Atomkonzern Frankreich) oder Vedanta (Indien) könnten ihre gefährlichen Milliardenprojekte ohne die Finanzierung durch die Deutsche Bank nicht voranbringen.

Quelle: die tageszeitung 27.5.2009