1971: Währungsspekulation beginnt

1944 setzten die USA durch, dass der Dollar Leitwährung der Weltwirtschaft wurde – und verwarfen einen Vorschlag von John Maynard Keynes, der eine goldgedeckte Weltwährung gefordert hatte. 1971 kündigte Präsident Nixon die festen Wechselkurse und die Verpflichtung, Gold in Dollar umzutauschen. Ursache: die Kosten des Vietnamkriegs ließen sich nicht mehr in diesem Rahmen finanzieren.

Es begann die Spekulation mit Währungen (unter anderem wurde hier George Soros reich). 2007 wurden dann täglich 2500 Milliarden Dollar an Devisen gehandelt – 125 Milliarden davon wurden zur Finanzierung der Geschäfte in der Weltwirtschaft gebracht, die restlichen 95 Prozent sind Spekulantengeld.

Die trotzdem weiter bestehehende Doppelrolle des Dollars als Leitwährung und Staatswährung – nunmehr unreguliert – ist wichtige Ursache der aktuellen Krise: Die amerikaner konnten sich mit ihrer überbewerteten Währung den Kredit für ihr gigantisches Handelsbilanzdefizit verschaffen – und China und Deutschland gabe gerne Geld für Dollar-Zertifikate, da ihre Exportindustrie vom US-Markt protifiterte.

Und die Spekulanten sorgten dafür, dass der Dollar immer weiter ausschlug. Dagegen mussten sich die Regierungen der Welt mit 6900 Milliarden Dollar Devisenreserven absichern – innerhalb von nur 10 Jahren stieg dieser Betrag von 5,6 auf 11,7 prozent des weltweiten Sozialprodukts.

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