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Atomstrom muss teuer sein

Nicht nur für’s Geschichtsbuch: Ein Manager des Energiekonzerns RWE gibt an, dass sich der Neubau von Atomkraftwerken nur noch lohne, wenn der Strom-Großhandelspreis bei über 10 Eurocent pro Kilowattstunde liege. Zum Vergleich: Der über die Einspeisevergütung garantierte Preis für Windstrom liegt bei 8 Cent pro Kilowattstunde.

Quelle: telepolis, 31.3.2012

Ökonomischer Vorteil – ökologischer Nachteil

Braunkohle hat viele ökonomische Vorteile – vor allem ist sie billig im Tagebau abzubauen. Der ökologische Nachteil ist: Pro Kilowattstunde Braunkohlverstromung entstehen 1,5 Kilogramm Kohlendioxid. Dennoch ist Deutschland führend bei der „billigen“ Braunkohleverstromung und die Energiekonzerne Vattenfall und RWE wollen neue Kraftwerke dafür bauen. Und was der Bundesrepublik recht ist, ist auf Borneo (Indonesien) billig – dort soll künftig in großem Maßstab Braunkohle abgebaut werden.

Quelle: telepolis, 26.10.2011

Teure Atomkraftwerke

In einer Grafik hat die „taz“ (6.11.2010) die wahren Kosten der Atomkraftpolitik der CDU-FDP-Regierung dargestellt. Hier einige wichtige Zahlen daraus:

Das Öko-Institut schätzt den Gewinn der 4 Atomkonzerne Vattenfall,EON,RWE und EnBW aus der Laufzeitverlängerung auf 55 Milliarden Euro, die Abgaben an den Staat dafür auf 10,8 Milliarden. Die Bundesregierung rechnet schön und setzt 20 Milliarden zusätzliche Gewinne und 17 Milliarden Abgaben an.

Die kalkulierten Kosten des von Siemens in Finnland errichteten Block 3 des AKW Olkiluoto beliefen sich auf 2,5 Milliarden Euro – nach 38 Monaten Bauverzögerung werden derzeit 6 Milliarden kalkuliert

Die staatliche Förderung der Atomkraft: 68,3 Milliarden Euro durch die Nichtbesteuerung von Kernbesteuerung im Vergleich zu anderen Energieträgern und 44,2 Milliarden durch steuerfreie Reinvestition von Gewinnen aus dem Rückbau von Atomkraftwerken. Dazu kommen 55,2 Milliarden Euro Forschungsausgaben des Bundes und kleinere Posten wie die 5,3 Milliarden Forschungsausgaben der Länder oder 6,5 Milliarden für die Sanierung des Uranerzbergbaus Wismut.

Stromanbieter jetzt wechseln

Weniger als eine Million Kunden haben die echten Ökostrom-Anbieter Greenpeace Energy, Elektrizitätswerke Schönau, Naturstrom und Lichtblick. Dazu kommen 2 Millionen Kunden, die regenerativen Strom von anderen Anbietern – vorwiegend Stadtwerke aber auch Atomkonzerne – beziehen.
Das bedeutet, dass immer noch 37 Millionen Haushalte Strom der vier Atomkonzerne Vattenfall, RWE, Eon und EnBW beziehen. Und das, obwohl in Umfragen 60 Prozent der Bevölkerung gegen Atomstrom sind. Es müssten also mehr als 15 Millionen Haushalte den Stromanbieter wechseln – was den Atomstromern den Garaus machen würde.
Quellen: „taz“ (2.10.2010) und telepolis

Wähler machen Börsianer nervös

Die „Stimmung“ der Börsianer ist nach den Landtagswahlen gedrückt. In Frankfurt sagte ein Händler der Frankfurter Rundschau (1.9.2009) „dass die CDU so abgestraft wurde, bringt Unsicherheit in den Markt“ und „damit sinken die Chancen für eine schwarz-gelbe Koalition im Bund und das wiederum macht eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke eher weniger wahrscheinlich“. Die Aktien der Atomstromkonzerne RWE und Eon gaben daraufhin jedenfalls nach und der Aktienindex DAX fiel.

Zwangsarbeit für Atomstrom

3000 Lehrlinge der RWE und dazu die von Eon und Vattenfall müssen diese Woche vor den Atommeilern von Biblis gegen den Atomausstieg demonstrieren. Die 10.000 jungen Leute, die sich ihre Chance auf einen gutbezahlten Arbeitsplatz in der Stromindustrie sicher nicht verbauen wollen, müssen dem RWE-Chef Jürgen Großmann zuhören, der seinen eigenen „Religionskrieg“ gegen den Atomausstieg angezettelt hat. Und in Hessens CDU-Ministerpräsident Roland Koch findet der Atomstromer auch den passenden ideologischen Partner.

Quelle: die tageszeitung (29.8.2009)

Geld für Konzerne

Vor allem die großen Konzerne sind die Nutznießer der EU-Landwirtschaftssubventionen. Die Liste ließt sich wie ein who is who der Rendite-Konzerne: RWE, Bayer, BASF, Merck, Thyssen-Krupp.

Und damit die Manager auch schön ihre Freizeit verbringen können, stehen auf der EU-Subventionsliste (noch unvollständig, wegen Bayern) auch mehrere Golf- und Reitklubs.

Im Schatten der öffentlichen Schimpferei auf die subventionierten Bauern zocken Konzerne und Reiche die EU-Suventionstöpfe ab.

Quelle: Süddeutsche Zeitung 17.6.2009

Konzernen geht es gut

Nur BMW, Linde und Thyssen-Krupp streichen in größerem Umfang stellen. Den übrigen Konzerne, die im DAX-30-Aktienindex gelistet sind, geht es dagegen so gut, dass sie nicht nur auf Notmaßnahmen wie Kurzarbeit verzichten, sondern sogar Umsatzzuwächse verzeichnen: Fresenius +15%, Eon 14%, RWE 12%. Sie und der Handelsriese Metro planen sogar Personalaufbau. Stahlproduzenten und Autobauer im DAX lassen kurzarbeiten – 200.000 Mitarbeiter.

Trotzdem fordert der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall Martin Kannegießer neue Staatsgelder für seine Mitgliedsfirmen: Sie sollen von allen „spezifischen Kosten der Kurzarbeit“ durch Staatszuschüsse freigestellt werden.

Quelle: Südwest Presse 15.6.2009 unter Berufung auf „Welt“ und „Bild am Sonntag“