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Atomstrom muss teuer sein

Nicht nur für’s Geschichtsbuch: Ein Manager des Energiekonzerns RWE gibt an, dass sich der Neubau von Atomkraftwerken nur noch lohne, wenn der Strom-Großhandelspreis bei über 10 Eurocent pro Kilowattstunde liege. Zum Vergleich: Der über die Einspeisevergütung garantierte Preis für Windstrom liegt bei 8 Cent pro Kilowattstunde.

Quelle: telepolis, 31.3.2012

Ökostrom-Anbieter gewinnen

Die Atomkatastrophe von Fukushima hat dazu geführt, dass eine Reihe von Bürgern den Atomkonzernen davonlaufen. Jedenfalls verzeichnen Anbieter von „Ökostrom“, die keinen Atomstrom im Angebot haben, kräftige Kundenzuwächse. Die 4 reinen Ökostrom-Anbieter, die Deutschlandweit tätig sind, sind damit die Gewinner des Anti-Atom-Anbieterwechsels. Am stärksten profitierte der Anbieter Naturstrom mit mehr als 70.000 Neukunden.

Quelle: taz (18.7.2011) unter Berufung auf die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Stromanbieter jetzt wechseln

Weniger als eine Million Kunden haben die echten Ökostrom-Anbieter Greenpeace Energy, Elektrizitätswerke Schönau, Naturstrom und Lichtblick. Dazu kommen 2 Millionen Kunden, die regenerativen Strom von anderen Anbietern – vorwiegend Stadtwerke aber auch Atomkonzerne – beziehen.
Das bedeutet, dass immer noch 37 Millionen Haushalte Strom der vier Atomkonzerne Vattenfall, RWE, Eon und EnBW beziehen. Und das, obwohl in Umfragen 60 Prozent der Bevölkerung gegen Atomstrom sind. Es müssten also mehr als 15 Millionen Haushalte den Stromanbieter wechseln – was den Atomstromern den Garaus machen würde.
Quellen: „taz“ (2.10.2010) und telepolis

Vorrang für Atom-Monopol

Während in der Öffentlichkeit noch über die von der Bundeskanzlerin Angela Merkel geplante Laufzeitverlängerung debattiert wird, schafft die Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde gerade die Voraussetzungen dafür, dass die Atomkonzerne ihren Strom besser verkaufen können, als die Betreiber von Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen.

Auf diese Weise wird der umweltfreundlichen Stromerzeugung ein wirtschaftlicher Nachteil auferlegt, da die Anlagen ihren Strom nur nachrangig ins Netz (das ganz zufällig auch den Atomkonzernen gehört) einspeisen können. Dagegen können die Atom- und Kohlekonzerne ihren Dreck mit hohen Gewinnen an den Mann bringen und die dabei anfallenden „Brennelementesteuern“ werden selbstverständlich auf die Strompreise der Kunden aufgeschlagen.

So funktioniert die wunderbare Welt eines Oligopols, das sich die politische Unterstützung erkauft hat.

Quelle: telepolis