Tag-Archiv für 'banken'

Lustig hilflos ist der “Sparkatalog” der Bundesregierung, der heute vorgestellt wurde: 2,3 Milliarden Euro jährlich soll eine “Brennelementesteuer” für Atomkraftwerke bringen. Offenbar ein Teil der Gewinne der Atomstromkonzerne, die nach dem Jahr 2020 anfallen werden, wenn der bisherige Atomkonsens aufgekündigt ist und die Laufzeiten der Reaktoren auf 60 Jahre verlängert werden. Das Problem für die [...]

7. Juni 2010, 16:41 Uhr

Die Risiken, die deutsche Banken in der Euro-Zone eingegangen sind, dokumentiert die “Frankfurter Rundschau” (28.4.2010): Neben den vergleichsweise geringen Schulden der Länder Griechenland (45 Milliarden Euro) und Portugal (47 Milliarden) stehen für Irland 184 Milliarden, für Italien 190 Milliarden und für Spanien 218 Milliarden Euro in den Kreditbüchern deutscher Banken – Geld für das im [...]

29. April 2010, 15:59 Uhr

Mit großer Mehrheit hat die isländische Bevölkerung es abgelehnt, englische und holländische Anleger zu entschädigen, die auf der geldgierigen Suche nach Höchst-Zinssätzen auf das unregulierte und ungesicherte isländische Bankensystem gestoßen waren. Die Bevölkerung des Inselsstaates lehnte es per Referendum ab, nach Verstaatlichung der pleite gegangenen Icesave-Bank die Ausländer mit Steuergeldern der Isländer zu entschädigen. Die [...]

31. März 2010, 14:11 Uhr

Welche Folgen das fahrlässige Gerede von Angela Merkel in Sachen Griechenland hat und wie vorsätzlich Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin hier zündelt zeigt die “telepolis” in diesem Hintergrundartikel. Wichtiger Satz daraus zur Verteilung (und den Profiteuren) der griechischen Schulden: …von den mehr als 200 Mrd. Euro an Staatsschulden nur knapp ein Drittel in Griechenland selbst geblieben, 23 [...]

28. März 2010, 11:39 Uhr

Die “Zeit” (4.2.2010) hat zusammengetragen welche Marktkapitalisierung große Banken der Welt haben und wie sich dieser “Wert” in den 12 Monaten zwischen Februar 2009 und Februar 2010 verändert hat. Industrial & Commercial Bank of China: 173,27 Milliarden Euro (+ 29,5 %) HSBC HDG: 136,98 Milliarden Euro (+84,5 %) JP Morgan Chase: 112,28 Milliarden Euro (+ [...]

25. Februar 2010, 14:15 Uhr

“Sie sind vereint in ihrem Hass auf mich, und ich begrüße diesen Hass” Der frühere US-Präsident Franklin D. Roosevelt 1929 während der Einführung des Glass-Steagall-Gesetzes, das Banken Investment-Spekulationsgeschäfte verbot, die damals zum Börsenkrach geführt hatten. (Quelle: Die Zeit, 4.2.2010)

24. Februar 2010, 20:00 Uhr

Der Bankier Otto Steinmetz verlies einst die Deutsche Bank, weil die Investmentbanker um Josef Ackermann sich keiner bankinternen Risikokontrolle untwerwerfen wollten. Dann – bei der Dresdner Bank – stand er als “Risikovorstand” im Mittelpunkt der Bankenkrise. In der Süddeutschen Zeitung (29.1.2010) rechnete er jetzt gnadenlos mit der Pseudo-Freiheit der Rendite-Maximierung ab – und benennt die [...]

29. Januar 2010, 14:06 Uhr

24.6.2009: 442 Milliarden Euro verleiht die Europäische Zentralbank an diesem Tag für 12 Monate an die Geschäftsbanken. Da dieses Geld fast zinslos ist, entstehen den Banken kaum Kosten. Es ist Spielgeld zum Spekulieren und zum Realisieren risikoloser Gewinne. 11.11.2009: Die Bundesregierung benötigt 6 Milliarden Euro. Dafür gibt sie an diesem Tag Staatsanleihen aus, die 10 [...]

25. Januar 2010, 17:38 Uhr

Als Kampfansage an die Banken wurde die Ankündigung des US-Präsidenten Barack Obama gewertet, 117 Milliarden Dollar als “Finanzkrisenabgabe” bei den amerikanischen Geldinstituten einzutreiben. Auffällig im Gegensatz dazu steht – so die “Zeit” (21.1.2010) – wie Obama die Citigroup ( 276.000 Mitarbeiter in 98 Ländern) geradezu mit Samthandschuhen anfasst. Die Bankengruppe, die vor Beginn der Finanzmarktkrise [...]

25. Januar 2010, 17:04 Uhr

Nach der Bankenkrise im Gefolge des “scharzen Freitag” von 1929 entstand in den USA das Glass-Stegall-Gesetz, das es Banken verbot, mit den Spargeldern ihrer Kunden zu spekulieren. Es entstand die Trennung von Sparkassen und Investmentbanken. 60 Jahre später, 1999 unterzeichnete Präsident Bill Clinton das Gesetz mit dem der Glass-Stegall-Act aufgeboben wurde – ein wesentlicher Schritt [...]

25. Januar 2010, 16:40 Uhr

Wie es die US-Banken geschafft haben, die Staatskredite zur Bankenrettung zurückzuzahlen und mitten in der Finanzmarktkrise ordentliche Gewinne zu machen zeigt dieser Artikel in der “telepolis”. Dort wird ziemlich genau beschrieben, wie es die Mischung aus billigem Notenbank-Geld und Bilanz-Bewertungstricks machte, dass angeblich die Finanzmarktkrise zuende geht. Dabei zeigen diese Fakten zweierlei, was Sorgen machen [...]

29. Dezember 2009, 08:52 Uhr

Zwischenzeitlich haben britische Banken mehr als eine Billion Euro (= 1.000.000.000.000, englisch “a trillion”) Staatshilfen bekommen. Von den 850 Milliarden Pfund, die in 15 Monaten aus diversen “Rettungsprogrammen” gezahlt wurden gingen unter anderem 131 Milliarden für die teilweise oder vollständige Verstaatlichung von Banken drauf. Quelle: taz 5.12.2009

21. Dezember 2009, 08:51 Uhr

Mit direkten Beteiligungen in Höhe von 245 Milliarden Dollar hat die US-Regierung die Banken des Landes vor dem Zusammenbruch bewahrt. Da es im Casion derzeit wieder rund läuft und neue Spielregeln noch nicht verabschiedet sind (ein entsprechender Gesetzentwurf von Präsident Obama hat zwar das Repräsentantenhaus mit knapper Mehrheit passiert, stößt jedoch im Senat auf heftigen [...]

16. Dezember 2009, 15:00 Uhr

In einem Kommentar zur Gründung der “Bad Bank” für die WestLB schreibt “die tageszeitung” (26.11.2009): Diesmal hatte der Staat keine Chance… denn die WestLB wird als systemrelevant eingestuft. Ihr Untergang könnte, wie seinerzeit der von Lehman Brothers, das ganze Finanzsystem mit … reißen. Der Skandal liegt … in der Tatsache, dass es nach wie vor [...]

7. Dezember 2009, 13:10 Uhr

Das Kursfeuerwerk an den Börsen geht weiter: Der Dow Jones-Aktienindex, der im März bei 6500 Punkten lag, kletterte um rund 50 Prozent auf über 10.000 Punkte. Noch stärker schnellte der DAX nach oben – von 3600 auf 6500 Punkte. Getrieben sind die Kurse von einer reinen Zockerbörse. Niemand investiert langfristig, es geht ausschließlich um Gewinne [...]

2. November 2009, 04:56 Uhr

Ende Oktober war es soweit: Die hundertste US-Bank ging Pleite (Stand 26.10.2009: 106) – soviele wie seit 20 Jahren nicht – geschlossen von der US-Bankenaufsicht FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation = Bundes-Einlagensicherungsbehörde). Im Jahr zuvor, 2008, gingen 25 Banken pleite, 2007 nur 3. Auf der FDIC-Liste stehen aktuell über 400 (Stand 26.10.: 416)  gefährdete Banken, [...]

2. November 2009, 04:47 Uhr

Der öffentlich zelebrierte Kampf gegen die Boni von Bankmanagern lenkt davon ab, dass es in Pittsburgh beim G20-Gipfel nicht gelungen ist, die Krise ernsthaft anzugehen – eine Krise, die in den Industriestaaten bislang 25 Millionen Arbeitsplätze gekostet hat (soviel Vollzeit-Arbeitsplätze gibt es in Deutschland). In einem Kommentar der “Süddeutschen Zeitung” (24.9.2009) weist Alexander Hagelüken darauf [...]

26. September 2009, 03:43 Uhr

Die europäischen Unternehmen haben dieses Jahr 230 Milliarden Euro über Unternehmensanleihen von Geldgebern gesammelt – mehr als doppelt soviel wie im Jahr zuvor (93 Milliarden). Dabei ist die Motivation keineswegs die oft behauptete Möglichkeit, sich auf diese Weise unabhängiger von Bankkrediten zu machen. Es sind vielmehr die Banken selbst, die das Anleihegeschäft kräftig ankurbeln – [...]

22. September 2009, 20:41 Uhr

Die Süddeutsche Zeitung (15.9.2009) befragte Wirtschaftswissenschaftler zu den Lehren aus der Lehman-Pleite und der dadurch ausgelösten Banken- und Wirtschaftskrise – unter anderem Nobelpreisträger Joseph Stiglitz: Aus dem Bankrott von Lehman Brothers sind zwei … Lehren zu ziehen: Erstens darf man Banken nicht erlauben, dass sie so groß und verwoben werden, dass ihr Untergang eine Krise [...]

22. September 2009, 20:27 Uhr

Zu Irlands Bad Bank kommentierte artin Hesse in der Süddeutschen Zeitung (18.9.2009): Am Beispiel Irland zeigt sich die … Krux der Bankenkrise und der staatlichen Lösungsversuche. Dublin hat eine Bad Bank eingerichtet, eine staatliche Auffanggesellschaft… Die Aktionäre der betroffenen Banken jubeln… Das könnte dafür sprechen, dass die irische Regierung den Banken zu weit entgegengekommen ist [...]

22. September 2009, 19:43 Uhr

Vollmundig hatte die Kreditwirtschaft am 1. September erklärt, die günstigen Zentralbankzinsen an die Kunden weitergeben zu wollen. Das ist noch nicht geschehen: Bei Girokonten sanken die Dispozinsen zwischen Ende August und Mitte September von 11,56 auf 11,54 Prozent, was 1000 Euro pro Jahr um satte 20 Cent billiger macht. Auch Zinsen für Ratenkredite sind in [...]

21. September 2009, 19:18 Uhr

Beim Banken-Rettungsfonds Soffin gehen keine Anträge auf staatliche Hilfsgelder mehr ein. Anfang August verzeichnete die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (Soffin) ein Antragsvolumen von 233 Milliarden Euro – denselben Stand wie im Juni. Die tatsächlich ausgezahlten Rettungsmittel des seit Oktober 2008 bestehenden Sonderfonds belaufen sich auf noch weniger – 153 Milliarden am 10.8. Quelle: die tageszeitung 13.8.2009

26. August 2009, 19:34 Uhr

Während kurz vor der Wahl zur Beruhigung des Volkes vom Aufschwung geredet wird, richten sich die Banken auf die ab Herbst drohenden Kreditausfälle aufgrund von Firmenpleiten ein: Die Hypo-Vereinsbank steigerte ihre Vorsorge für Kreditausfälle auf 969 Millionen Euro – viermal soviel wie im Jahr zuvor. Die Hypo-Real-Estate (HRE) steigerte die Risikovorsorge für Immobilienkredite auf 881 [...]

25. August 2009, 21:18 Uhr

Es ist eine Schnapszahl: Mit der Insolvenz der Colonial Bank – einem Institut mit 346 Filialen in fünf US-Bundesstaaten und einer Bilanzsumme von 25 Milliarden Dollar geht heuer die 77. US-Bank pleite. Gleichzeitig verdienen Großbanken wie Goldman Sachs kräftig am Geschäft mit staatlichen Milliardenhilfen und billigem Notenbank-Geld. Übrigens: Voriges Jahr gingen neben den Lehman-Brothers “nur” [...]

17. August 2009, 19:48 Uhr

Die CSU ist gegen Verstaatlichung maroder Banken. Sie und ihr Wirtschaftsminister Guttenberg sorgten schon bei der Hypo Real Estate dafür, dass zwar staatliche Milliarden aus Steuergeldern fließen, dass dafür aber keine Gegenleistung in Form von Besitzanteilen gegeben wird. Um auch in Zukunft auf diese Weise Steuergelder in die Taschen der Bankaktionäre leiten zu können schlägt [...]

10. August 2009, 21:42 Uhr