{"id":1785,"date":"2010-10-05T13:50:05","date_gmt":"2010-10-05T11:50:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gegenstrom.net\/wordpress\/?p=1785"},"modified":"2010-10-05T13:50:05","modified_gmt":"2010-10-05T11:50:05","slug":"xxl-risiko-regierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gegenstrom.net\/wordpress\/2010\/10\/05\/xxl-risiko-regierung\/","title":{"rendered":"XXL-Risiko Regierung"},"content":{"rendered":"<p>Der ver.di-Wirtschaftsexperte Dierk Hirschel hat in der &#8222;taz&#8220; (24.9.2010) das Aufschwung-Sommerm\u00e4rchen auseinandergenommen und die schwarz-gelbe Regierungspolitik als XXL-Risiko f\u00fcr weiteres Wirtschaftswachstum identifiziert:<\/p>\n<blockquote><p><em>Das vermeintliche Sommerm\u00e4rchen ist schnell erz\u00e4hlt: Dank der weltweiten staatlichen Konjunkturhilfen sind Waren &#8222;Made in Germany&#8220; wieder gefragt. Ein schwacher Euro und niedrige Lohnst\u00fcckkosten sorgen f\u00fcr kleine Preise. Um ganze 10 Prozent sollen die deutschen Ausfuhren dieses Jahre steigen. Das Ausland &#8211; in erster Linie Asien &#8211; hilft der heimischen Wirtschaft auf die Beine&#8230; Von einem selbsttragenden Aufschwung kann also nicht die Rede sein.<br \/>\nZudem ist die schwarz-gelbe Regierungspolitik ein XXL-Risiko f\u00fcr die wirtschaftliche Erholung. Seitdem Billigl\u00f6hne und prek\u00e4re Besch\u00e4ftigung wachsen, f\u00fchren mehr Jobs nicht mehr automatisch zu h\u00f6heren L\u00f6hnen. Im letzten Aufschwung &#8211; 2005 bis 2007 &#8211; entstanden mehr als eine Million neue Jobs. Dennoch fiel die preisbereinigte Lohn- und Gehaltssumme um 1,5 Prozent&#8230;<br \/>\nDoch damit nicht genug. Der oberste Kassenwart der Republik tritt gerade voll auf die Ausgabenbremse&#8230; kostet Wolfgang Sch\u00e4ubles 80 Milliarden Euro schweres Sparpaket bis zu einem Prozent Wachstum&#8230;Die geplanten K\u00fcrzungen rei\u00dfen ein Loch in die Kassen der Unternehmen und Privathaushalte. Schlie\u00dflich sind die Ausgaben des Staates immer auch die Einnahmen der anderen. Handwerk und Bauwirtschaft erhalten weniger \u00f6ffentliche Auftr\u00e4ge. Besch\u00e4ftigte, Arbeitslose und Bed\u00fcrftige kaufen weniger&#8230;<br \/>\nDie Kanzlerin st\u00f6rt das wenig. Angela Merkehl hat inzwischen Griechen, Spanier und Portugiesen zu schw\u00e4bischen Hausfrauen umerzogen&#8230; Und zuk\u00fcnftig sollen die EU-Schatzmeister mithilfe eines ge\u00e4nderten Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspaktes noch enger gefesselt werden. Damit droht die deutsche Schuldenbremse zum Exportschlager zu werden. Mit fatalen Folgen: Am Mittelmeer ist die Wirtschaft bereits eingebrochen. Griechenland und Spanien stecken in der Rezession&#8230;<br \/>\n\u00dcber drei F\u00fcnftel der deutschen Ausfuhren gehen aber nach Europa, allein 100 Milliarden Euro nach S\u00fcdeuropa. Klamme Nachbarn werden schon bald keine deutschen Autos und Maschinen mehr kaufen k\u00f6nnen..<br \/>\nMittelfrist sollten gro\u00dfe Einkommen und Verm\u00f6gen h\u00f6her besteuert werden&#8230; Die verteilungspolitischen Nebenwirkungen sind ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht: Schulden stehen immer Verm\u00f6gen gegen\u00fcber. Das private Nettoverm\u00f6gen ist fast f\u00fcnfmal so gro\u00df wie die gesamte Staatsverschuldung. Und die Gl\u00e4ubiger unserer Republik leben nicht im Ausland. Die Eigent\u00fcmer deutscher Staatsanleihen sitzen in den Frankfurter und M\u00fcnchner Glaspal\u00e4sten, am Starnberger See, in Hamburg-Blankenese oder in Berlin-Dahlem. Die Profiteure der Krise m\u00fcssen nun dazu verpflichtet werden, einen Teil der Krisenlasten zu schultern&#8230;<\/em><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ver.di-Wirtschaftsexperte Dierk Hirschel hat in der &#8222;taz&#8220; (24.9.2010) das Aufschwung-Sommerm\u00e4rchen auseinandergenommen und die schwarz-gelbe Regierungspolitik als XXL-Risiko f\u00fcr weiteres Wirtschaftswachstum identifiziert: Das vermeintliche Sommerm\u00e4rchen ist schnell erz\u00e4hlt: Dank der weltweiten staatlichen Konjunkturhilfen sind Waren &#8222;Made in Germany&#8220; wieder gefragt. Ein schwacher Euro und niedrige Lohnst\u00fcckkosten sorgen f\u00fcr kleine Preise. 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