{"id":1420,"date":"2010-04-29T10:29:02","date_gmt":"2010-04-29T08:29:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gegenstrom.net\/wordpress\/?p=1420"},"modified":"2010-04-29T10:29:02","modified_gmt":"2010-04-29T08:29:02","slug":"unverantwortliche-kanzlerin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gegenstrom.net\/wordpress\/2010\/04\/29\/unverantwortliche-kanzlerin\/","title":{"rendered":"Unverantwortliche Kanzlerin"},"content":{"rendered":"<p>In einer sehr lesenswerten <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/32\/32540\/1.html\" target=\"_blank\">Zusammenfassung<\/a> macht die &#8222;telepolis&#8220; auf das verantwortungslose Reden und Handeln und anderer deutscher Politiker im Zusammenhang mit den Zahlungsproblemen des griechischen Staats aufmerksam &#8211; und verweist gleichzeitig auf die dadurch ausgel\u00f6sten Crash-Risiken. Hier ein paar der Argumente kurz zusammengefasst:<\/p>\n<ul>\n<li>Anstatt mit dem Feuer zu spielen und Griechenland durch Rating-Agenturen in den Staatsbankrott schicken zu lassen, h\u00e4tten EU und IWF \u00dcberbr\u00fcckungskredite f\u00fcr die n\u00e4chsten 18 Monate zusagen k\u00f6nnen, um die Spekulation gegen Griechenland und den Euro einzud\u00e4mmen.<\/li>\n<li>Die &#8211; nicht erfolgte &#8211; Einrichtung eines europ\u00e4ischen W\u00e4hrungsfonds w\u00e4re notwendig, um mittel- und langfristig die Sicherheit der Staatsanleihen Portugals, Irlands, Italiens und Spaniens zu garantieren.<\/li>\n<li>Es sind nicht Spekulanten, die jetzt griechische Staatspapiere ins Bodenlose schicken, sondern &#8211; notgedrungen &#8211; Lebensversicherer und Pensionsfonds, die bisher mit den Zinsaufschl\u00e4gen f\u00fcr diese Papiere notwendige Renditen erwirtschafteten und jetzt gezwungen sind die griechischen &#8222;Schrottpapiere&#8220; unter Wert schnell zu verkaufen.<\/li>\n<li>die deutsche Politik des &#8222;Nein&#8220; macht den Euro insgesamt anf\u00e4lliger f\u00fcr Spekulationen auf den Staatsbankrott weiterer L\u00e4nder.<\/li>\n<li>Griechenland hat 309 Milliarden Dollar Schulden, die PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanen) insgesamt 2,13 Billionen Dollar. Bei einem durch Staatsbankrotte ausgel\u00f6sten Abschreibungsbedarf von nur einem Viertel dieser Schulden w\u00e4re das Finanzsystem mit \u00fcber 500 Milliarden Dollar in Gefahr &#8211; eine Gr\u00f6\u00dfenordnung weit \u00fcber der Lehman-Krise.<\/li>\n<li>Deutsche Banken halten 32 Milliarden Euro griechische Staatsanleihen &#8211; die Pleite-Banken gehen dabei voran: Hypo Real Estate mit 7,9 Milliarden, Commerzbank 3 Milliarden und auch die Landesbanken. Diese Verluste m\u00fcssten wieder die Steuerzahler finanzieren.<\/li>\n<li>Am 19. Mai muss klar sein, wie die Euro-Statten, die EU insgesamt und der IWF Griechenland refinanzieren wollen &#8211; sonst muss dieser Staat offiziell seinen Bankrott erkl\u00e4ren. Und einen Tag sp\u00e4ter werden portugiesische Staatsanleihen im Wert von 5,6 Milliarden Euro zur Refinanzierung f\u00e4llig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Telepolis kommentiert:<\/p>\n<blockquote><p>Angela Merkel hat Griechenland besten Wissens ins offene Messer laufen lassen und damit auch die Abstufung griechischer Papiere auf &#8222;Ramsch-Niveau&#8220; zu verantworten&#8230;<\/p>\n<p>Die Linie der deutschen Regierung ist nicht nur chaotisch, sie ist auch in sich unlogisch und desastr\u00f6s. Wenn Merkel wirklich den Euro retten und das Vertrauen der M\u00e4rkte in Griechenland wiederherstellen will &#8211; wie sie stets bekundet &#8211; ist ihre Taktik im besten Falle kontraproduktiv. Das Vertrauen ist weg, der Euro steht unter Beschuss.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer sehr lesenswerten Zusammenfassung macht die &#8222;telepolis&#8220; auf das verantwortungslose Reden und Handeln und anderer deutscher Politiker im Zusammenhang mit den Zahlungsproblemen des griechischen Staats aufmerksam &#8211; und verweist gleichzeitig auf die dadurch ausgel\u00f6sten Crash-Risiken. 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