{"id":1066,"date":"2009-12-29T08:52:09","date_gmt":"2009-12-29T07:52:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gegenstrom.net\/wordpress\/?p=1066"},"modified":"2009-12-29T08:53:09","modified_gmt":"2009-12-29T07:53:09","slug":"banken-rechnen-sich-reich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gegenstrom.net\/wordpress\/2009\/12\/29\/banken-rechnen-sich-reich\/","title":{"rendered":"Banken rechnen sich reich"},"content":{"rendered":"<p>Wie es die US-Banken geschafft haben, die Staatskredite zur Bankenrettung zur\u00fcckzuzahlen und mitten in der Finanzmarktkrise ordentliche Gewinne zu machen zeigt <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31777\/1.html\" target=\"_blank\">dieser Artike<\/a>l in der &#8222;telepolis&#8220;. Dort wird ziemlich genau beschrieben, wie es die Mischung aus billigem Notenbank-Geld und Bilanz-Bewertungstricks machte, dass angeblich die Finanzmarktkrise zuende geht.<\/p>\n<p>Dabei zeigen diese Fakten zweierlei, was Sorgen machen sollt: Zum einen ist viel zu viel kostenloses Notenbank-Geld im Markt (was gewaltigige Inflationsrisiken beihnhaltet). Und zum anderen wird den Banken immer noch erlaubt ihre &#8222;Schrottpapiere&#8220; &#8211; also unverk\u00e4ufliche Derviate und \u00e4hnliches &#8211; als Eigenkapital auszuweisen. Mittel dazu ist die Bewertung nach dem &#8222;Fair value&#8220; Prinzip, bei dem f\u00fcr die Bilanzierung die Wertpapiere in 3 Klassen eingeteilt werden, wobei nur die erste Klasse einen tats\u00e4chlichen Marktwert widerspiegelt.<\/p>\n<p>So berichtet der Artikel, dass vier F\u00fcnftel des &#8222;Verm\u00f6gens&#8220; der Citigroup &#8211; insgesamt 1,1 Billionen Dollar &#8211; aus Papieren der Klasse 2 besteht, Papiere, so die Definition, f\u00fcr die es entweder keinen direkten Marktwert oder keine Kunden mit ausreichend fl\u00fcssigen Mitteln zum Bezahlen dieser Papiere gibt. Und weitere 7 Prozent des &#8222;Eigenkapitals&#8220; der Citigroup &#8211; 103 Milliarden US-Dollar &#8211; bestehen sogar aus g\u00e4nzlich unverk\u00e4uflichem Finanzm\u00fcll der &#8222;Fair Value&#8220; Klasse 3.<\/p>\n<p>Und hier kommt das Konzept der &#8222;Bad Bank&#8220; wieder ins Spiel. Damit kann etwa die WestLB einfach 85 Milliarden Euro unverk\u00e4uflicher Papiere aus ihrer Bilanz verschwinden lassen &#8211; selbstverst\u00e4ndlich ohne dass das damit f\u00fcr die B\u00fcrger verbundene Risiko verschwindet. Die Citigroup hat auf diese Weise Finanzm\u00fcll im Einkaufswert von 965 Milliarden Dollar aus ihrer Bilanz verschwinden lassen.<\/p>\n<p>Die &#8222;telepolis&#8220; kommentiert den Vorgang sarkastisch:<\/p>\n<blockquote><p><em>Vielleicht ist angesichts dieser Bankenstrategie zur &#8222;Krisenbew\u00e4ltigung&#8220; ein Vergleich mit dem Verhalten st\u00f6rrischer Kinder zul\u00e4ssig, die der Aufforderung zum Aufr\u00e4umen des eigenen Zimmers nachkommen, indem sie den ganzen M\u00fcll unter den Teppich kehren oder hinter das Sofa werfen \u2013 bis es zu stinken anf\u00e4ngt.<\/em><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie es die US-Banken geschafft haben, die Staatskredite zur Bankenrettung zur\u00fcckzuzahlen und mitten in der Finanzmarktkrise ordentliche Gewinne zu machen zeigt dieser Artikel in der &#8222;telepolis&#8220;. 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