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Börsen sehen Rezession kommen

Zwischenstand im aktuellen Absturz der Börsen: Der Leitindex DAX hat etwa ein Viertel seines Wertes seit August verloren und liegt damit auf dem Niveau von vor 2 Jahren (5246 Punkte). Als Grund nennen die Börsianer immer häufiger, dass die Krisen-Sparpakete unmittelbar in eine Rezession der „Realwirtschaft“ führen und deshalb Unternehmensbeteiligungen (Aktien) keine Anlageform für die Gelder der Reichen mehr sind.

Kommentar: Die Spekulanten-Party ist mal wieder vorbei und Angela Merkels „XXL-Aufschwung“ platzt wie die Börsenblase. Bezahlen müssen aber leider wieder einmal die Beschäftigten, die Arbeitslosen und die sozial Ausgegrenzten.

Quelle: telepolis, 6.9.2011

Atompolitik radikal

Zwar streuen die Spindoktoren der Regierung den Begriff „Atomkompromiss“. Doch jeder sieht, dass der Geheimvertrag mit den Stromkonzernen das Radikalste ist, was die Regierung atompolitisch beschließen konnte… Alle sind dagegen – auch die, die angeblich davon profitieren: Stadtwerke, Gewerkschaften, Erneuerbaren-Branche, AKW-Standortgemeinden…
Selbst aus der Industrie schwindet die Unterstützung. Fast untergegangen ist bei der Aufregung um die millionenschwere Anzeigenkampagne von Energieversorgen und BDI, dass nur 9 von 30 DAX-Konzernen unterschrieben haben. Die anderen 21 wurden zwar auch gefragt, haben sich aber bewusst dagegen entschieden…
In den nächsten Monaten dürfte sich die Auseinandersetzung stark auf einzelne Kraftwerke konzentrieren. Gelingt es Vattenfall, die beiden seit 2007 stillstenden AKWs in Brundsbüttel und Krümmel wieder in Betrieb zu nehmen? Oder werden dann viele Haushalte in Hamburg und Berlin dem Aufruf der Anti-Atom-Bewegung folgen und endlich „Tschüss Vattenfall“ sagen…?

Auszüge aus einem Leitartikel der „taz“ (17.9.2010)

10 Prozent mehr Gehalt

10 Prozent mehr Gehalt als im Vorjahr bekamen die Vorstandschef der im Börsenindex DAX aufgeführten Unternehmen im Jahr 2009. Im Durchschnitt beziehen die Chefs der großen deutschen Aktiengesellschaften ohne Altersvorsorgebeiträge pro Jahr 3,46 Millionen Euro (rund 300.000 Euro monatlich). Ausgerechnet hat das die Beraterfirma Towers Watson, die die Geschäftsberichte von 29 der 30 DAX-Unternehmen auswertete.

Quelle: taz 31.3.2010

Spekulanten erfolgreich

Für Börsenspekulanten war das Krisenjahr 2009 sehr erfolgreich. Wer sich etwa Am 1. Januar 2009 in einen Aktienfonds einkaufte, der den deutschen Aktienindex (Dax) in seinem Portfolio abbildete, und am 31.12. verkaufte, der hatte einen Gewinn von über 20 Prozent eingestrichen (abzüglich der Kosten des Fonds und – vielleicht – der Steuern auf diesen Gewinn).

Noch mehr Gewinn sackten die Goldspekulanten ein, die innerhalb eines Jahres 30 Prozent Rendite einstrichen. Triebfeder der Spekulationswelle ist das billige Geld aus den „Rettungsfonds“ der Notenbanken. Selbst die Deutsche Bank – einer der Hauptprofiteure des Spekulationsgeschäfts – muss zugeben „Nach unseren Berechnungen schwimmt die Welt schon seit Jahren im Geld“.

Problematisch nur: Der gigantisch wachsenden Geldmenge (allein nach der Pleite der Lehman-Bank wurden in den USA 800 Milliarden Dollar „gedruckt“) steht kein vergleichbarer Warenwert mehr gegenüber.

Quelle: taz 29.12.2009

Zockerbörse

Das Kursfeuerwerk an den Börsen geht weiter: Der Dow Jones-Aktienindex, der im März bei 6500 Punkten lag, kletterte um rund 50 Prozent auf über 10.000 Punkte. Noch stärker schnellte der DAX nach oben – von 3600 auf 6500 Punkte.

Getrieben sind die Kurse von einer reinen Zockerbörse. Niemand investiert langfristig, es geht ausschließlich um Gewinne aus kurzfristigen Kursschwankungen. Spekuliert wird vor allem mit dem billigen Regierungsgeld, das angeblich der „Bankenrettung“

Dahinter steht vor allem die Kursentwicklung der börsennotierten Großbanken: Von einer „Marktkapitalisierung“, der weltweit an Börsen gehandelten Banken, die im März 3100 Milliarden Dollar betrug, kletterte dieser Wert auf das Doppelte: 6200 Milliarden Dollar – oder eine Pseudo-Wertsteigerung von 100 Prozent.

Quelle: Süddeutsche Zeitung 26.10.2009

Wähler machen Börsianer nervös

Die „Stimmung“ der Börsianer ist nach den Landtagswahlen gedrückt. In Frankfurt sagte ein Händler der Frankfurter Rundschau (1.9.2009) „dass die CDU so abgestraft wurde, bringt Unsicherheit in den Markt“ und „damit sinken die Chancen für eine schwarz-gelbe Koalition im Bund und das wiederum macht eine Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke eher weniger wahrscheinlich“. Die Aktien der Atomstromkonzerne RWE und Eon gaben daraufhin jedenfalls nach und der Aktienindex DAX fiel.

Konzernen geht es gut

Nur BMW, Linde und Thyssen-Krupp streichen in größerem Umfang stellen. Den übrigen Konzerne, die im DAX-30-Aktienindex gelistet sind, geht es dagegen so gut, dass sie nicht nur auf Notmaßnahmen wie Kurzarbeit verzichten, sondern sogar Umsatzzuwächse verzeichnen: Fresenius +15%, Eon 14%, RWE 12%. Sie und der Handelsriese Metro planen sogar Personalaufbau. Stahlproduzenten und Autobauer im DAX lassen kurzarbeiten – 200.000 Mitarbeiter.

Trotzdem fordert der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall Martin Kannegießer neue Staatsgelder für seine Mitgliedsfirmen: Sie sollen von allen „spezifischen Kosten der Kurzarbeit“ durch Staatszuschüsse freigestellt werden.

Quelle: Südwest Presse 15.6.2009 unter Berufung auf „Welt“ und „Bild am Sonntag“