Monat: August 2009
-
Kein Geld für Arbeitnehmer
In Irland stiegen in den Jahren 2000 bis 2008 die Lohnkosten um 23,7 Prozent (preisbereinigt). Britische Arbeitnehmer kosteten ihre Arbeitgeber am Ende dieses Zeitraums 19,4 Prozent mehr, Holländer 9 Prozent und selbst bei den Franzosen waren es noch 0,3 Prozent. Billiger wurde es für Arbeitgeber in diesen acht zurückliegenden Aufschwung-Jahren in Österreich (beide -0,9), Italien…
-
Guttenberg verteilt um
Die CSU ist gegen Verstaatlichung maroder Banken. Sie und ihr Wirtschaftsminister Guttenberg sorgten schon bei der Hypo Real Estate dafür, dass zwar staatliche Milliarden aus Steuergeldern fließen, dass dafür aber keine Gegenleistung in Form von Besitzanteilen gegeben wird. Um auch in Zukunft auf diese Weise Steuergelder in die Taschen der Bankaktionäre leiten zu können schlägt…
-
1962: Mathematiker warnt
Im Jahr 1962 publizierte der Mathematiker Benoît Mandelbrot einen Aufsatz, der jetzt wieder diskutiert wird. Seine These: Während eines Jahres passiere an den Finanzmärkten bis auf einen Tag nicht viel. Aber an diesem einen Tag entscheide sich Bankrott oder Milliardengewinn. Mandelbrots Schlussfolgerung: An den Börsen müsse man sich auf extreme Ereignisse einrichten. Deswegen dürfe man…
-
Solarstrom-Statistik
Spanien hält mit 2600 Megawatt installierter Leistung und 44 Prozent Anteil an der weltweit installierten Solarstrom-Leistung die Spitzenstellung. Dahinter folgt Deutschland mit 1500 Megawatt maximaler Leistung, was 26 Prozent der installierten Welt-Solarleistung entspricht. Auf Platz 3 die USA mit 500 Megawatt oder 9 Prozent. Japan kommt auf 230 Megawatt, Frankreich, Italien und Südkorea schaffen jeweils…
-
Sozialversicherungs-bashing
Ursula Engelen-Kefer macht sich in der „taz“ (4.8.2009) ein paar Gedanken über die Pläne zum Abbruch der Sozialversicherungssysteme. Sie regt sich zurecht auf darüber, dass Professoren wie Bernd Raffelhüschen oder Bert Rürup nicht nur auf den Lohnlisten des Staates stehen (mit Pensionsansprüchen, die 20-fach so hoch sind wie die Durchschnittsrente) sondern auch von der Finanzwirtschaft…
-
Weniger Urlaub!
Obwohl den Firmen in der Krise die Arbeit ausgeht fordern Handwerkspräsident Otto Kentzler und Mittelstandsverbands-Chef Mario Ohoven, dass Arbeitnehmer auf Urlaubstage verzichten und länger arbeiten sollen. Quelle: die tageszeitung (3.8.2009)
-
Standortvorteil Ost
Dank staatlicher Hilfen – so das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft – gleicht sich die Wirtschaftsleistung der östlichen Bundesländer dem Westen an – so betrug das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner im Jahr 2000 etwa 60 Prozent des Westniveaus, 2008 waren es dann 69 Prozent (22069 Euro Ost gegenüber 32205 Euro West). Die Arbeitgeber-Forscher schätzen, dass sich…
-
Ackermanns 7-Punkte-Agenda
In der „tageszeitung“ (3.8.2009) bezeichnet Wirtschaftskorrespondentin Ulrike Herrmann Deutsche Bank Chef Josef Ackermann als derzeit mächtigesten Mann der Bundesrepublik und illustriert dies damit, wie seit dem Zusammenbruch der Hypo Real Estate die gesamte politische Führung der Republik sich nach dem Rettungsplan des Bankmanagers richtet. Und Herrmann zeigt auch die 7-Punkte-Agenda Ackermanns zur künftigen Ausgestaltung der…
-
1890: Abschreckung von Arbeitslosen
„Die Einrichtung des englischen Werkhauses stützt sich vorzüglich auf die Abschreckungstheorie. Sie ist darauf berechnet, von der Inanspruchnahme öffentlicher Hilfe möglichst abzuschrecken und durch eignen Erwerb die Aufnahme in A. zu vermeiden.“ (Text aus Meyers Konversationslexikon von 1890 zum Thema Arbeitshäuser – Quelle: telepolis) In dem als Quelle genannten Telepolis-Artikel „Daumenschrauben bringen keine Jobs“ wird…