Monat: Juni 2009

  • Der Angriff wird fortgesetzt

    Neelie Kroes, in der Wolle gefärbte Neoliberale und EU-Wettbewerbskommissarin kann’s nicht lassen. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (3.6.2009) greift sie zum wiederholten Male das dreigliedrige deutsche Bankensystem an. Weil der Dreiklang aus öffentlich-rechtlichen Sparkassen (die wegen der EU-Renditejäger nach Abschaffung der Gewährträgerhaftung ohnehin die Zwangsprivatisierung droht), Genossenschaftsbanken und Privatbanken nach Kroes Interview-Meinung offenbar die…

  • Leerverkäufe verwurstet

    Der Kabarettist Thomas Reis („Henker beneide ich doch. Die verändern Menschen wirklich“) in der Frankfurter Rundschau (4.6.2009) zu verschiedenen Wirtschaftsthemen: Porsche,…,der Opel für Besserverdienende, eine Minderheitenschleuder, auch für die,die ihn sich leisten könnten, denn in einen Aston Martin passt einfach mehr rein und er ist günstiger, wird beim Porsche ein Satz Reifen fälllig, kannst Du…

  • Abwrackprämien-Zwischenbilanz

    Drei von vier Neuwagenkäufen, die Deutschlands Autohändler derzeit so freuen, wären auch ohne Abwrackprämie zustande gekommen. Der Staat muss also 10.000 Euro investieren, um einen (!!!) Altwagenbesitzer dazu zu bewegen, sich einen Neuwagen zuzulegen, auf den er sonst verzichtet hätte. Rechnet man so ist die Bilanz der Abwrackprämie negativ. Gesamtkosten von rund 5 Milliarden Euro…

  • 27 Millionen für den Eissport

    Im Konjunkturpaket sind 10 Milliarden Euro für Sanierung von Schulen, neue Sportplätze,  Straßen und Krankenhäuser, Jugendzentren und Feuerwehrhäuser enthalten. Die Süddeutsche Zeitung hat einmal nachgefragt, wofür das Geld jetzt ausgegeben wird. Und während die 12 Millionen Euro, mit denen die Berliner Charité bedacht wird noch nachvollziehbar sind, gibt es auch einige kuriose Sport-Projekte: Das Land…

  • 30 Milliarden verschenkt

    2006 betrug der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung noch 6,5 Prozent. Derzeit liegt er bei 2,8 Prozent. Damit fehlen der Bundesagentur für Arbeit allein deswegen 30 Milliarden Euro jährlich. So wird das staatliche Geschenk mit „Mehr Netto vom Brutto“ in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit zum finanziellen Bumerang Quelle: Interview der Süddeutschen Zeitung mit Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur…

  • Luxushersteller-Chef ist einverstanden

    Zitat aus einem Interview der Süddeutschen Zeitung (4.6.2009) mit dem Chef des französischen Herstellers von Luxus-Lederwaren Hermès, Patrick Thomas. Süddeutsche Zeitung: Frankreichs prominenter Gewerkschaftschef Bernard Thibault klagt, die Managergehälter richten sich nach der Wall Street und die Arbeiterlöhne nach China. Thomas: Mit der Aussage bin ich völlig einverstanden. Man muss einen Mittelweg finden. Wer den…

  • Pfandbrief-Krise

    Da hat ist sie aber ins Fettnäpfchen getreten – unsere Kanzlerin. Sie kritisiert, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Großanlegern aus Banken und Versicherungen für 60 Milliarden Euro Pfandbriefe abkaufen will – und die Zocker-Zeitungen Financial Times (London) und Wall Street Journal (New York) reagieren verschnupft. Dabei hat die Kanzlerinnen-Kritik einen nachvollziehbaren Kern: Zwar wurde…

  • Weiter zocken mit VW

    Innerhalb weniger Tage stieg der Preis für VW-Aktien um mehr als 20 Prozent (von 210 auf 255 Euro). Aktienhändler vermuten, dass Hedgefonds auf fallende Kurse der Aktie (fehl-)spekuliert hätten und jetzt die Aktien teuer zurückkaufen müssen. Das scheint aber nicht der einzige Grund zu sein: Die Kursturbulenzen könnten auch auf die Porsche-Spekulationen mit VW-Aktien zurückzuführen…

  • Ein paar Milliarden weniger

    Auf „nur“ 89,8 Milliarden Euro gingen die Umsätze im elektronischen Handelssystem der Frankfurter Börse (Xetra) im Mai zurück. Das ist – wie schon in den Vormonaten – mehr als ein Drittel weniger als vor einem Jahr. Der Parketthandel machte 6,6 Milliarden Umsatz. In Frankfurt wird damit 97 Prozent des Handels mit deutschen Aktien abgewickelt. Und…

  • 1949: Treuhandlösung für VW

    Nach dem zweiten Weltkrieg führten die Briten das von den Nazis gegründete Unternehmen Volkswagen weiter – bis 1949 als sie beschlossen, dem erfolgreichen Unternehmen mit damals 10.000 Mitarbeitern eine neue Zukunft zu geben: Die Briten entschieden sich für eine Treuhandlösung unter staatlicher Regie: Am 8.10.1949 übertrug die Besatzungsmacht die Firma an die Bundesregierung und setzten…

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