Monat: Juni 2009

  • Hilfe nur für Starke

    Es ist vorbei – erwartungsgemäß wurde der Arcandor-Konzern in die Insolvenz geschickt –  und mit ihm die Beschäftigen der Karstadt-Warenhäuser und der Primondo-Versandhaussparte (früher: Quelle) und der externen Arbeitsplätze (z.B. Post-Tochter DHL), die daran hängen. Freuen können sich neben der Regierung Merkel/Guttenberg die Inhaber Grete Schickedanz und Bankhaus Oppenheim, Ex-Manager Middelhoff und der Metro-Konzern (Galeria-Kaufhof).…

  • Inflation – Gefahr oder nicht?

    „Die Zeit“ (Nr. 24, 4.6.200) riss eine Debatte zur Inflationsgefahr an. Befürworte Uwe Jean Heuser wies darauf hin, dass derzeit nicht nur die Rohstoffpreise kräftig anziehen, sondern die geplatzten Finanzblasen vor allem darauf zurückzuführen waren, dass die Notenbanken mit einer Niedrigzinspolitik zuviel Liquidität in die Geldmärkte gepumpt hatten und dieses „Mehr vom Alten“ jetzt durch…

  • Karstadt wird nicht gerettet

    Der Zynismus ist erschreckend: 23.000 Mitarbeiter der Karstadt-Kaufhaussparte des Arcandor-Konzerns werden bald ihren Job verlieren, weil es für die Firma, in der sie arbeiten, kein Geld aus dem staatlichen Rettungsschirm gibt. Sie haben das Pech, anders als die Opel-Arbeiter, für den Standort Deutschland nicht wichtig zu sein – sie sind schließlich nur Beschäftigte in der…

  • Kreditvergabe rassistisch

    Die schwarze Mittelschicht wird in den USA bei der Kreditvergabe benachteiligt. So zahlen schwarze Familien trotz eines vergleichbaren Jahreseinkommens (68.000 Dollar) fünfmal häufiger die höheren Zinsen von Krediten, die über Makler vermittelt wurden, weil die Banken – angeblich wegen fehlender Bonität – einen Kredit ablehnten. Bei einer Hypothek von 350.000 Dollar zahlen die Schwarzen so…

  • Wal-Mart macht Kasse

    Die Rezession trifft Ärmere. In den USA kaufen die dann bei Wal-Mart. Der Handelskonzern hatte schon im Vorjahr kräftig expandiert und 33.8000 neue Arbeitsplätze geschaffen – heuer sollen noch einmal 22.000 Stellen dazukommen. Es sind allerdings meist Niedriglohn-Arbeitsplätze mit denen der Konzern seine Beschäftigten ausbeutet, wobei diese auch noch von ihren Vorgesetzten massiv eingeschüchtert werden (bestens…

  • Manager drohen

    In einem Interview mit der Süddeutschen Zeutung (5.6.2009) droht Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratschef der Commerzbank, der Politik wegen der derzeit laufenden Bemühungen, Managerbereicherung zu reduzieren. Die Politik unterschätzt die Verärgerung der Manager Müller, der eine von Ex-Kanzler Schröder eingesetzte „Corporate Governance“ Kommission leitet, macht klar, dass die von ihm als „Elite“ bezeichneten Manager weder Gehaltskürzungen, noch…

  • Arnie’s Staatsbankrott

    Mit krass neoliberalen Rezepten will Kaliforniens Gouverneur Schwarzenegger den Staatsbankrott abwenden. Ein Staatsbankrott, der entstand, weil Arnie’s neoliberale Republikaner schon 1978 durchsetzten, dass Steuererhöhungen nur mit einer Zweidrittel-Mehrheit im Parlament durchgesetzt werden können. Jetzt beträgt das Haushaltsdefizit 24,3 Milliarden Dollar und am Monatsende müssen die Behörden alle Zahlungen einstellen. Der Bundesstaat mit 36 Millionen Einwohnern ist…

  • Schärfer überwacht

    Die Bundesagentur für Arbeit hat jetzt eine interne Weisung herausgegeben, die die künftig noch schärfere Überwachung von Empfängern von Hartz IV regelt. Danach dürfen auch externe Detektive für geheimdienstliche Observationen angeworben werden. UPDATE (5.6.2009): Das Bundesarbeitsministerium will die umstrittene Dienstanweisung streichen. Ob damit aber wirklich die Privatdetektive verschwinden, die Hartz-IV-Empfängern mit Geheimdienst-Methoden hinterherschnüffeln, ist aber weiter…

  • Lohnende Leistung

    Was die Europawahl-Spitzenkandidatin der FDP, Silvana Koch-Merin, so im Einzelnen als Parlamentarierin leistet (oder nicht leistet) und was die mehrfache Mutter neben ihrem Parlamentsjob so „nebenberuflich“ kassiert (mehr als der Normal-Arbeitnehmer mit 40-Stunden-Woche und Überstunden sich erbuckeln kann), liefert im Überblick dieser telepolis-Artikel von heute.

  • Blase platzt schon vor dem Aufpumpen

    Am Dienstag Abend freuten sich die Börsen-Fernseher von „Bloomberg“ schon, dass die US-Immobilienkrise quasi vorbei sei. Mit vielen bunten Chart-Bildchen machten allerhand „Experten“ in Zocker-Optimismus. Zum Glück lieferte am folgenden Tag (3.6.2009) die Süddeutsche Zeitung gleich auf der Titelseite ein paar Fakten, um diesem künstlich aufgepumpten Immobilien-Bläschen gleich wieder die Luft rauszulassen: In Florida, Las Vegas…

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