Monat: Juni 2009
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Nachfrage schwach, Angebot stark
„Die derzeitige Rezession im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist ganz überwiegend Folge einer globalen Nachfrageschwäche und nicht Zeichen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit“ Gernot Nerb, Volkswirt beim Ifo-Institut (laut Frankfurter Rundschau, 16.6.2009)
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Prämien-Rekord
Nach Schätzung von VW-Vertriebschef Christian Klingler könnte die Abwrackprämie zum besten Neuwagen-Geschäft in Deutschland seit 10 Jahren führen. Das wären dann mehr als 3,5 Millionen neu zugelassene Fahrzeuge. Damit führt die Abwrackprämie zu einer grandiosen Fehlsteuerung im Automarkt. Quelle: Südwest Presse 15.6.2009
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Bundestags-Putzen
Das Unternehmen B+K Dienstleistung, das auch die Reinigungskräfte des Bundestages stellt, zahlt in Hotels für die Zimmerreinigung einen Stundenlohn von bis zu 3,65 Euro hinunter. Das Unternehmen verweist seine Angestellten zynisch darauf, dass sich dieser Verdienst mit Flaschenpfand aufbessern lasse. Quelle: Frankfurter Rundschau 18.6.2009 unter Verweis auf den „Spiegel“
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Banken verweigern Kredit
Laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter mehr als 20.000 Unternehmen, gibt es bei der Kreditversorgung zunehmende Schwierigkeiten. Vor allem Betriebe mit mehr als 1000 Beschäftigten gerieten zunehmend in Liquiditätsengpässe, die nach Meinung von DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann einen künftigen Aufschwung ebenso gefährden wie die Existenz der Unternehmen.
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Markttheorie nicht haltbar
Seit den 1970er-Jahren war die Theorie, das Märkte jederzeit effizient sind, das unhinterfragte Glaubensbekenntnis der Neoliberalen. Wissenschaftler, die wie die Verhaltensökonomen, auf massenpsychologische Effekte (Herdentrieb) hinwiesen, waren in der Minderheit – obwohl schon die Internet-Blase, die der Hypothekenblase vorausging, die Theorie des jederzeit effizienten Marktes falsifiziert hatten. Jeremy Grantham schreibt in der Vierteljahresschrift der Anlagefirma…
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Konzernen geht es gut
Nur BMW, Linde und Thyssen-Krupp streichen in größerem Umfang stellen. Den übrigen Konzerne, die im DAX-30-Aktienindex gelistet sind, geht es dagegen so gut, dass sie nicht nur auf Notmaßnahmen wie Kurzarbeit verzichten, sondern sogar Umsatzzuwächse verzeichnen: Fresenius +15%, Eon 14%, RWE 12%. Sie und der Handelsriese Metro planen sogar Personalaufbau. Stahlproduzenten und Autobauer im DAX lassen…
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Geheime Gewinne
Die Maut-Eintreiberfirma war zu langsam – 16 Monate verzögerte sich der Aufbau des Gebührensystems für Lkw, ehe es Anfang 2005 in Betrieb ging. Eigentlich hätte das Maut-Konsortium aus Telekom, Daimler und Cofiroute (französischer Mautbetreiber) deswegen 1,6 Milliarden Euro Strafe an den Staat zahlen müssen. Doch von dem Geld ist bis heute nichts geflossen – weil…
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Geld aus Brasilien
Der Weltwährungsfonds soll – so ein Beschluss des Londoner G20-Gipfels – für 500 Milliarden US-Dollar Anleihen ausgeben, um krisengeschüttelte Länder mit Hilfszahlungen zu stützen. Doch die reichsten Länder wollen davon nur 200 Milliarden finanzieren. Eine gute Gelegenheit für Länder wie China, Russland und Brasilien sich in dieser Insititution des Neoliberalismus mehr politisches Gewicht zu verschaffen.…
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Kandidat gegen Vermögenssteuer
SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier hört sich nicht nur so an wie Ex-Kanzler Gerhard Schröder (dem Steinmeier ja lange Jahre als Büroleiter und Kanzleramtsminister diente) – er macht auch dieselbe verkehrte Politik nach dem Motto: Die Reichen schonen! Die Wähler werden verblendet mit dem Begriff „Reichensteuer“ – einem minimalen Zuschlag auf Höchsteinkommen. Dagegen wehrt sich Stenmeier vehement…
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Geschäftstüchtige Pleitiers
Das Fernsemagazin „Monitor“ hat recherchiert: Die Arcandor-Pleite hat auch etwas damit zu tun, dass Baulöwe Esch, die Oppenheim-Bank und Ex-Manager Middelhoff sich eine goldene Nase mit Karstadt-Immobilien verdienten. Der einfache Trick: Arcandor verkauft die Warenhäuser an die Esch-Oppenheim-Immobilienfonds. Diese sanieren die Gebäude mit weit überhöhten Kosten und vermieten sie dann an den Verkäufer zurück –…