Monat: Juni 2009
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Schuften für die Rente reicht nicht
Die Altersgrundsicherung – der Hartz IV Satz für Rentner – beträgt 676 Euro (359 Euro Regelleistung, 317 Euro Miete). Um eine Rente zu erhalten, die über diesem Satz liegt muss man 45 Jahre Vollzeit (40 Stunden pro Woche) zu einem Stundenlohn von 9,47 Euro arbeiten. Dann hat man einen Rentenanspruch von 676,21 Euro erarbeitet (Basis: aktueller…
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Staat zahlt Dividende
Ulrike Herrmann von der taz (15.6.2009) hat genau hingeschaut: 2008 erhielten die Allianz-Aktionäre eine Dividende von 3,50 Euro pro Aktie – Spitze im DAX. Der elfköpfige Vorstand bekam 26 Millionen Euro überwiesen. Doch gleichzeitig wies die Bilanz einen Verlust von 2,4 Milliarden Euro aus. Was war passiert? Der Allianz gelang der Coup, die Dresdner Bank…
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Deflationstendenzen
Während die Mehrheit der Volkswirte die Inflationsgefahren beschwört, nehmen die Inflationstendenzen zu. Die Zahlen, die die telepolis veröffentlichte, zeigen deutlich, dass die gefährliche Preissenkungsspirale bereits in Gang kommt. Passend dazu der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA.
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Wüste und Hausdach
În der Frankfurter Rundschau von heute liefern sich zwei Redakteure ein Pro und Contra zu den Plänen von Energiekonzernen und klimasensiblen Rückversicherern, in der Sahara große solarthermische Kraftwerke zu bauen. Dabei beißt sich das ganze höchstens beim Kampf um Fördergelder. Um dem Klimawandel zu begegnen muss man beides machen: Einserseits die geplanten Sahara-Großkraftwerke bauen, um…
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Krisen-Rassismus
Rumänische Einwanderer werden von einem rassistischen Mob in Belfast vertrieben, in Ungarn und Rumänien prügeln faschistische Uniformierte auf Roma ein, in Italien bildet sich eine „Bürgerwehr“, die Zuwanderer jagen will – und in Österreich plappern Politiker von ÖVP und SPÖ die fremdenfeindlichen Sprüche von FPÖ, BZÖ, obskuren Solopolitikern und Boulevard-Hetzblättern nach.
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1986: Minsky blickt durch
Die Süddeutsche Zeitung feiert in ihrer heutigen Ausgabe den US-Ökonomen Hyman Minsky der 1986 sein Hauptwerk „Stabilizing an unstable economy“ veröffentlichte. War er damals ein Außenseiter in der Wirtschaftswissenschaftler-Zunft, ist er 13 Jahre nach seinem Tod derjenige, der schon vor 23 Jahren begriffen hatte, warum es zu einer Krise wie der heutigen kommen kann: Minsky…
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IWF und EU: Letten müssen zahlen
EU und internationaler Währungsfonds (IWF) knüpfen ihre Hilfe für den Pleite-Staat Lettland an streng neoliberale Rezepte: Die Gehälter im öffentlichen Dienst sinken nach der ersten Kürzung von 35 Prozent jetzt noch einmal um 20 Prozent. Der Mindestlohn wird auf 200 Euro monatlich reduziert, das Elterngeld halbiert, die Kinderbeihilfe gekürzt. Die ohnehin minimalen Staatsrenten sinken um…
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Unverantwortlich und wahnsinnig
Die Finanzinvestoren zocken schon wieder ordentlich in Öl, die Bankmanager warnen schon wieder vor zu viel Regulierung, und die Politiker … streiten lieber um Steuersenkungen… Nicht besser das Finanzministerium und die Bundesbank. Die zentralen Krisenbekämpfer sprechen am liebsten über Exit-Strategien, wie sie nach der Krise wieder ordnungspolitisch sauber den Staatshaushalt sanieren wollen… Jede einzelne Tat…
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Weniger Lohn! Mehr Einkommen?
Eine kuriose Rechnung macht heute die Frankfurter Rundschau auf – und liefert die Gründe zur Kritik gleich mit. Zwar wird danach erwartet, dass heuer die Nettolöhne um 0,7 und nächstes Jahr sogar um 1,1 Prozent sinken werden. Die verfügbaren Einkommen sollen dagegen heuer nur um 0,2 Prozent zurückgehen und im nächsten Jahr sogar um 1,6…