Tag-Archiv für 'irland'

Irland erfüllt alle Bedingungen für Kredite der Europäischen Zentralbank, des Weltwährungsfonds und der Europäischen Union. Der Mindestlohn wurde um 1 Euro auf 7,65 Euro pro Stunde gesenkt, die Arbeitslosigkeit liegt bei 14,3 Prozent. Doch trotz dieses Kapitalismus-pur-Programms finden die Spekulanten von der Rating-Agentur Moody’s, dass Kredite an Irland ähnlicher Ramsch sind, wie das gerade im [...]

23. Mai 2011, 14:59 Uhr

In einem Beitrag für die “taz” (5.4.2011) analysiert Ursula Engelen-Kefer (bis 2006 Mitglied im DGB-Bundesvorstand, bis 2009 Mitglied im SPD-Parteivorstand) die Wirkungen des “Euro-Plus-Pakt”. Schon in der Unterzeile des mit “Sozialdumping als Rezept” überschriebenen Artikels heist es “Der Euro-Plus-Pakt” rettet die Finanzindustrie, nicht die Währung der Gemeinschaft.” Weitere Auszüge aus dem Artikel: “…Die Menschen in [...]

8. April 2011, 09:51 Uhr

Englands Haushaltsdefizit liegt bei 156 Milliarden Pfund (185 Milliarden Euro). Das entspricht etwa 11,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und damit der Größenordnung der europäischen Pleitestaaten Griechenland und Irland. Deshalb spart nun die konservativ-liberale Regierung von David Cameron und David Osboren auf Teufel komm raus: 113 Milliarden Pfund will die Regierung in den nächsten vier Jahren einsparen. [...]

7. Februar 2011, 15:01 Uhr

In einem Leitartikel geht die “taz” (10.12.2010) auf das “Rettungspaket” für Irland ein: “… Was die Europäische Union gönnerhaft als “Rettungspaket für Irland” deklariert, ist in Wirklichkeit ein Rettungspaket für die Banken in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA. Das Paket sollte die “Finanzmärkte” beruhigen… Nennen wir sie doch bei ihrem richtigen Namen: Es sind [...]

22. Dezember 2010, 12:32 Uhr

Kredite im Nominalwert von 71 Milliarden Euro hat die irische “Bad Bank” an den staatlichen Rettungsfonds NAMA verkauft. Dabei musste die “Bad Bank” Preisabschläge von mehr als der Hälfte des Werts verbuchen. Quelle: taz 22.12.2010

22. Dezember 2010, 10:25 Uhr

In einem Leitartikel zur Euro-Krise tritt die “taz” (16.12.2010) jenen “DM-Fans” entgegen, die “sich die Bundesrepblik als eine Insel vorstellen, die allein und unabhängig in einem Meer voller Geldscheine schwimmt”: “Die Deutschen könnten … die größten Verlierer sein wenn der Euro auseinanderbricht. Denn einen großen Teil ihrer Auslandsguthaben dürften sie dann nicht wierdersehen. Als Exportnation [...]

21. Dezember 2010, 15:45 Uhr

“…Um das Schlimmste zu verhindern wären ein kontrollierter Schuldenerlass und die Einführung von … Eurobonds nötig… Dass Merkel diesen Weg blockiert zeugt von blanker Unsicherheit. Es verrät die Angst, zu Hause dafür vom Publikum mit Tomaten beworfen zu werden. Merkel behandelt das deutsche Wahlvolk in der Eurokrise wie einen unberechenbaren Schwererziehbaren, der auf keinen Fall [...]

21. Dezember 2010, 09:22 Uhr

Ein brutales Sparpaket hat die irische Regierung durchgepeitscht – um an die Gelder aus dem europäischen “Rettungsfonds” zu kommen. Für die Schulden der Banken müssen die Iren mit dem bekannten Paket an sozialem Kahlschlag bezahlen: Senkung des Mindestlohns um 1 Euro pro Stunde (Frage: wie diese Maßnahme den Staatshaushalt entlasten soll ist schleierhaft – oder [...]

9. Dezember 2010, 13:30 Uhr

Griechenland, Irland und Portugal sind fast pleite. Die Euro-Schuldenkrise bedroht Währung, Wirtschaft und Wachstum. Nun bezweifeln “die Märkte”, ob Bürgschaften und Kreditzusagen von 750 Milliarden Euro ausreichen werden… Die Ankündigung, private Gläubiger sollen zukünftig auch mal (kleine) Verluste hinnehmen müssen… behagt Banken und Finanzanlegern nicht. Geldgiganten sind an eine kostenlose Vollkaskoversicherung gewöhnt. Also wird munter [...]

30. November 2010, 10:28 Uhr

Den EU-Rekordwert an Staatsverschuldung hält derzeit Irland: 32 Prozent beträgt die Staatsschuld gemessen an der Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) – in der Eurozone “erlaubt” sind 3 Prozent. Griechenland kam dagegen “nur” auf 15,4 Prozent im Jahr 2009. Derzeit läuft bei den Spekulanten eine Wette darauf, ob Irland Geld aus dem Euro-Krisenfonds benötigt, um seine Banken zu retten. [...]

17. November 2010, 09:16 Uhr

Die verstaatlichte Hypo Real Estate Bank bleibt weiter ein Milliardengrab. Im dritten Quartal verbuchte der Immobilien- und Staatsfinanzierer ein Minus von 445 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten des Jahres sind bereits 1,14 Milliarden Euro Verluste aufgelaufen – eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr wo dieser Wert bei 1,73 Milliarden Euro lag. Am 1. [...]

17. November 2010, 09:06 Uhr

Stefan Ortseifen, früherer Chef der Pleitebank IKB, hat vor dem Zusammenbruch seines Kredit-Kartenhauses getan, was Manager in Krisen immer tun: per Pressemitteilung Optimismus verbreitet. Das brachte ihm den Vorwurf der Kursmanipulation und eine 100.000 Euro Geldstrafe ein. Ortseifen war so dumm, die Pressemitteilung kurz vor dem absehbaren Konkurs der IKB herauszugeben. Zur Erinnerung: Die “Rettung” [...]

22. Juli 2010, 08:20 Uhr

Die armen Iren: Zuerst tun sie alles, um den Finanzmärkten zu gefallen – mit 25 Milliarden Euro Staatsgeld die Banken mit 15% der nationalen Wirtschaftsleistung retten und dann heftig an den Staatsausgaben sparen, damit die Eurozonen-Defizitgrenze von 3% des Bruttosozialprodukts schnellstmöglich erreicht wird. Und jetzt werden sie dafür mit drohenden Zinsaufschlägen bestraft, weil die Rating-Agentur [...]

20. Juli 2010, 11:30 Uhr

Die Risiken, die deutsche Banken in der Euro-Zone eingegangen sind, dokumentiert die “Frankfurter Rundschau” (28.4.2010): Neben den vergleichsweise geringen Schulden der Länder Griechenland (45 Milliarden Euro) und Portugal (47 Milliarden) stehen für Irland 184 Milliarden, für Italien 190 Milliarden und für Spanien 218 Milliarden Euro in den Kreditbüchern deutscher Banken – Geld für das im [...]

29. April 2010, 15:59 Uhr

In einer sehr lesenswerten Zusammenfassung macht die “telepolis” auf das verantwortungslose Reden und Handeln und anderer deutscher Politiker im Zusammenhang mit den Zahlungsproblemen des griechischen Staats aufmerksam – und verweist gleichzeitig auf die dadurch ausgelösten Crash-Risiken. Hier ein paar der Argumente kurz zusammengefasst: Anstatt mit dem Feuer zu spielen und Griechenland durch Rating-Agenturen in den [...]

29. April 2010, 10:29 Uhr

In Irland wird bereits vorexerziert, wie “neoliberale” Regierungen gedenken mit den aus der Finanzkrise entstehenden Staatsdefiziten umzugehen: Kürzung der Sozialetats und Lohnsenkung im öffentlichen Dienst. Keine Rede dagegen ist von Steuern, die die Verursacher der Krise zur Kasse bitten. Weieder einmal der Sozialismus der Reichen: Gewinne privatisieren, Verluste der Bevölkerung, den Arbeitnehmern und Rentnern aufbürden [...]

11. Dezember 2009, 16:38 Uhr

Das internationale Netzwerk für Steuergerechtigkeit (www.financialsecrecy.org) hat jetzt den Schattenfinanzindex vorgestellt. Indexautor Markus Meinzer erklärte der “taz” (3.11.2009), dass der Begriff “Steueroase” zu kurz greife und man von “Verdunkelungsoasen” sprechen müsse. Kennzeichen dieser “attraktiven” Finanzplätze sei nämlich, dass die dort angelegten Gelder in ihrer Herkunft verschleiert würden und unklare Eigentumsverhältnisse herrschten. Es gebe dort keine [...]

4. November 2009, 11:29 Uhr

Zu Irlands Bad Bank kommentierte artin Hesse in der Süddeutschen Zeitung (18.9.2009): Am Beispiel Irland zeigt sich die … Krux der Bankenkrise und der staatlichen Lösungsversuche. Dublin hat eine Bad Bank eingerichtet, eine staatliche Auffanggesellschaft… Die Aktionäre der betroffenen Banken jubeln… Das könnte dafür sprechen, dass die irische Regierung den Banken zu weit entgegengekommen ist [...]

22. September 2009, 19:43 Uhr