Durch die Finanzmarktkrise von 2008 wurde der langjährige Trend, dass der Anteil der Löhne und Gehälter am Volkseinkommen zurückgeht und der Anteil der Kapitaleinkommen aus Anlagegeldern stetig wächst nur kurz unterbrochen. Wie der Verteilungsbericht des DGB-Nahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) ausweist, ist die Nettolohnquote weiter gesunken und beträgt nunmehr nur noch 42 [...]
Artikel in der Kategorie 'Statistisches'
Die “telepolis” (17.11.2011) veröffentlichte diese “Kaufkraft-Karte” Europas, die von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) herausgegeben wurde. Sie zeigt, wie die Kaufkraft der einzelnen Regionen (2-stellige Postleitzahlen) abweicht vom europäischen Durchschnitt: Armer Osten, nicht ganz so armer Süden, reicher Norden.
Die Medien nahmen die Einkommenssteuerstatistik-Jahresmeldung, um Stimmung gegen jede Form von Steuererhöhungen oder “Reichensteuern” zu machen. Die Überschrift der Pressemittelung des statistischen Bundesamts war ja auch zu verführerisch: “1 Prozent der Steuerpflichtigen zahlt 25 Prozent der Einkommenssteuer”. Dabei lohnt ein genauerer Blick: Die 383.000 Topverdiener unter den 38,4 Millionen Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen, dieses 1 Prozent [...]
Aktuelle Daten zur zunehmenden Armut in den USA hat die dortige Statistikbehörde veröffentlicht: Die Zahl der US-Amerikaner ohne Krankversicherung ist 2010 gegenüber 2009 um 900.000 auf 49,9 Millionen gewachsen – trotz der Reform der Krankenversicherung. Die Quote der nicht versicherten US-Amerikaner bleibt bei 16,3 Prozent. Von 2009 auf 2010 hatten 6,6 Millionen Männer und 2,8 [...]
Ach was waren Kanzlerin Merkel und die anderen Politiker stolz auf das “XL-Wachstum”, das Deutschland im vorigen Jahr hinlegte. Alles war in rosa gemalt beim Exportweltmeister Deutschland. Hochnäsig sah man auf “die Griechen” herab, deren Wachstum aus höheren Löhnen und der Verteilung staatlicher Schulden an die Anhänger der jeweiligen Regierungsparteien rührte. Man konnte vor Kraft [...]
Die Reallöhne von gering Qualifizierten sind seit 1984 nicht gestiegen. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit hervor. Im gleichen Zeitraum stiegen die Reallöhne von Arbeitnehmern mit Berufsausbildung aber auch nur um 7 Prozent. Höher qualifizierte Berufsgruppen (Meister, Abiturienten, Hochschulabsolventen) konnten sich dagegen über Reallohnzuwächse von [...]
Schon einige Tage bevor die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch die privaten Rating-Agenturen für die Einleitung der nächsten Krisen-Runde sorgte, veröffentlichte die “Telepolis” eine interessante Statistik: Danach wuchsen in vielen Ländern – auch Griechenland, Italien oder Portugal – die Privatvermögen in den Jahren 2000 bis 2010 an uns liegen pro Kopf deutlich über den Pro-Kopf-Staatsschulden. Im [...]
Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik kritisiert in ihrem “Memorandum 2011″ Schuldenbremse, Exportwahn und Eurochaos. Kritisiert wird, dass die Bundesregierung eine Politik betreibt, die die Wirtschafts- und Finanzkrise ermöglicht hat. Dazu gehört insbesondere die wachsende Umverteilung zu den Kapitalbesitzern. So sank die Bruttolohnquote zwischen 2000 und 2009 um 5,9 Prozent; das bedeutet, dass 789 Milliarden Euro den [...]
Erstmals hat die Schnellrestaurantkette McDonalds in Deutschland mehr als 3 Milliarden Euro Umsatz erreicht – in insgesamt 1386 Filialen mit 62.000 Beschäftigten. Quelle: taz, 23.2.2011
Im Jahr 1980 stellten 107.818 Menschen in Deutschland einen Asylantrag. 12488 Flüchtlinge wurden als asylberechtigt anerkannt. Im Jahr 2009 stellten nur noch 33.033 Menschen einen Asylantrag und lediglich 452 Flüchtlinge erhielten in Deutschland Asyl. Dazwischen gab es eine Asyldebatte, die auf dem Höhepunkt der Asylantragswelle im Jahr 1993 (438.191 Anträge) zu einer drastischen Entmenschlichung des [...]
36 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Luxuswaren werden von französischen Firmen gemacht – 23 Prozent in den USA und 13 Prozent in Italien. Die 36 Prozent entsprechen 35 Milliarden Euro, was in der französischen Wirtschaft mehr ist als aus der dortigen Luft- und Raumfahrtindustrie. Der Markt mit 200.000 Beschäftigten und 40.000 Firmen wird beherrscht von [...]
In einer Grafik hat “Die Zeit” (26.8.2010) verschiedene Berechnungsmethoden für den Geldwert von Menschen vorgestellt: Im römischen Reich kostete ein Sklave im 1. Jahrhundert etwa 2000 Sesterzen, was einem heutigen Wert von 48.000 Euro entspricht Bei einer Auswertung von 5000 Gerichtsurteilen, in denen Unfallopfern Schmerzensgeld für verletzte oder verlorene Körperteile und Organe zugesprochen wurde, kamen [...]
1,8 Milliarden Euro zusätzliche Einnahmen bringt der Ankauf von CD’s mit Daten deutscher Bankkunden aus der Schweiz und Liechtenstein dem Staat. Meist waren es Selbstanzeigen von Steuerhinterziehern, die das Geld als nachgezahlte Steuern und Strafzahlungen brachten. Der Ankauf der Daten, der im November vom Bundesverfassungsgericht als rechtmäßig eingestuft wurde, kostete staatliche Stellen einige Millionen Euro. [...]
Obwohl die japanische Wirtschaft jetzt bereits ein Jahr lang auf Wachstumskurs liegt – aktuell mit einer hochgerechneten Jahresrate von 3,9 Prozent breitet sich dort anders als in Deutschland keine Wachstumseuphorie aus. Die japanische Regierung sieht die Konjunktur in naher Zukunft stagnieren, was unter anderem am Aufschwung in Europa liege. Quelle: taz 16.11.2010
In der “taz”-Beilage “Verschwenden-Verwenden” zur Ausstellung “Entropia” in Berlin (Radialsystem V (11. – 14.11.2010) wurde anhand verschiedener Nahrungsmittel der unterschiedliche “Wert” von jeweils 200 Nahrungskalorien verdeutlicht – einige Beispiele, die deutlich machen, dass insbesondere verarbeitete Lebensmittel “weniger wert” sind als Rohprodukte: Selleriestangen mit einem Brennwert von 200 Kilokalorien kosten 2,82 Euro, Tomaten 1,87 Euro, Sauerkraut [...]
14,85 Milliarden Euro beträgt laut Gemeindefinanzbericht heuer in den Kommunen die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben. Das ist mehr als doppelt soviel wie im Vorjahr und frisst das Plus der Jahre 2007 und 2008 fast vollständig auf (übrigens die einzigen beiden Jahre im Jahrzehnt von 2001 bis 2010 die den Städten und Gemeinden ein Plus [...]
2008 betrug laut statistischem Bundesamt das durchschnittlich verfügbare Haushaltseinkommen 2965 Euro. Dieser Netto-Zahl über alle Haushalte steht der durchschnittliche Bruttoverdienst der rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer gegenüber, das 2010 laut Deutscher Rentenversicherung 2666 Euro betrug. Kein Widerspruch: Denn zum Haushaltsnettoeinkommen tragen in der Regel mehrere Personen bei und außerdem zählen zu den Haushalten auch jene von Besserverdienenden, die [...]
In einem Artikel über die Staibilität der Euro-Währung hat “Die Zeit” (7.10.2010) zwei Grafiken veröffentlicht, die das Dilemma illustrieren. So stiegen die Lohnstückkosten zwischen 2002 und 2006 in Irland um 3,2 und in Spanien um 3 Prozent, während sie in Deutschland um 0,1 Prozent sanken. Kein Wunder dass deshalb im Jahr 2006 der Kapitalzufluss in [...]
Jeder dritte Arbeitnehmer in den neuen Bundesländern (Ostdeutschland) hatte 2008 einen Stundenlohn von weniger als 8,50 Euro – in den alten Bundesländern (Westdeutschland) war dies zum selben Zeitpunkt nur jeder sechste. Quelle: Die Zeit (23.9.2010)
Eine Statistik zu den Bruttogehältern der 13 Millionen Vollzeit-Arbeitnehmer veröffentlichte “Die Zeit” (23.9.2010). Danach gehört zu den 10 Prozent Spitzenverdienern in Deutschland, wer als Vollzeitbeschäftigter mehr als 5010 Euro Brutto verdient. Zum reichsten Fünftel der Arbeitnehmer kann sich zählen, wessen Monatsgehalt 4080 Euro übersteigt. Das reichste Drittel der Arbeitnehmer verdient mehr als 3520 Euro brutto [...]
Die diesjährige Shell-Jugendstudie erhellt, dass Zukunftsangst eine Folge sozialer Ausgrenzung und Armut ist. Insgesamt hat sich der Zukunfts-Optimismus bei jungen Menschen zwischen 12 und 25 Jahren in Deutschland gegenüber 2006 von 50 auf 59 Prozent erhöht. Wer aber in sozial benachteiligten Familien lebt ist mit einer “Optimismusquote” von 33 Prozent deutlich pessimistischer, was die eigenen [...]
Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat 10.000 Hartz-IV-Empfänger nach ihren Tätigkeiten befragt und dabei festgestellt, dass entgegen der landläufigen Meinung von den “faulen” Arbeitslosen diese zu zwei Dritteln mindestens 20 Stunden in der Woche “nützlichen” Tätigkeiten nachgehen. Jeder dritte Hartz-IV-Bezieher ist nämlich gar nicht arbeitslos sondern hat einen nur so [...]
Als arm gilt bei Statistikern, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat. In Euro ausgedrückt bedeutet dies, dass ein Ein-Personen-Haushalt bei weniger als 801 Euro verfügbarem Einkommen arm ist und ein Vier-Personen-Haushalt ist arm, wenn dort weniger als 1683 Euro pro Monat zur Verfügung stehen. In Deutschland ist damit im statistischen [...]
Während sich die deutsche Politik im Wirtschaftswachstumswert sonnt, werden in den USA langsam die Krisenphänomene deutlicher: Der Anteil der Langzeitarbeitslosen – in der Regel sehr gering und selbst während der Krisen der 1980er-Jahre niemals über ein Viertel der Gesamtarbeitslosenzahl – hat den Rekordwert von 45 Prozent erreicht, fast jeder zweite US-Arbeitslose ist länger als ein [...]
In einer ihrer Infografiken hat “Die Zeit” (3.12.2009) anschaulich gemacht, wie der Lebensstil den Kohlendioxid-Ausstoß beeinflusst. Hier einige der Ergebnisse: Eine Mittelklasselimousine mit einem Durchschnittsverbrauch von 11 Litern Benzin auf 100 Kilometer und einer jährlichen Fahrleistung von 12.000 Kilometer stösst 3670 Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr aus. Ein Kleinwagen mit einem Verbrauch von 6 Litern bringt [...]
