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	<title>gegenstrom.net &#187; Marktversagen</title>
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	<description>Das Blog zum alltäglichen Irrsinn in der ökonomischen Krise</description>
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		<title>Ökonomischer Vorteil &#8211; ökologischer Nachteil</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 08:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Das Eis schmilzt]]></category>
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		<description><![CDATA[Braunkohle hat viele ökonomische Vorteile &#8211; vor allem ist sie billig im Tagebau abzubauen. Der ökologische Nachteil ist: Pro Kilowattstunde Braunkohlverstromung entstehen 1,5 Kilogramm Kohlendioxid. Dennoch ist Deutschland führend bei der &#8220;billigen&#8221; Braunkohleverstromung und die Energiekonzerne Vattenfall und RWE wollen neue Kraftwerke dafür bauen. Und was der Bundesrepublik recht ist, ist auf Borneo (Indonesien) billig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Braunkohle hat viele ökonomische Vorteile &#8211; vor allem ist sie billig im Tagebau abzubauen. Der ökologische Nachteil ist: Pro Kilowattstunde Braunkohlverstromung entstehen 1,5 Kilogramm Kohlendioxid. Dennoch ist Deutschland führend bei der &#8220;billigen&#8221; Braunkohleverstromung und die Energiekonzerne Vattenfall und RWE wollen neue Kraftwerke dafür bauen. Und was der Bundesrepublik recht ist, ist auf Borneo (Indonesien) billig &#8211; dort soll künftig in großem Maßstab Braunkohle abgebaut werden.</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/2/150703" target="_blank">telepolis</a>, 26.10.2011</em></p>
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		<title>Stresstestgeprüfte Bank macht Stress</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 09:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2008 mussten Frankreich, Belgien und Luxemburg die Dexia-Bank mti 6,4 Milliarden Euro direkt stützen und Garantien für weitere 150 Milliarden Euro abgeben. Danach bestand die Bank den sogenannten europäischen &#8220;Stresstest&#8221; mit Auszeichnung, die so genannte Kernkapitalquote lag weit über den geforderten 5 Prozent, sogar über 10 Prozent. Dennoch musste am Ende eine &#8220;Bad Bank&#8221; für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2008 mussten Frankreich, Belgien und Luxemburg die Dexia-Bank mti 6,4 Milliarden Euro direkt stützen und Garantien für weitere 150 Milliarden Euro abgeben. Danach bestand die Bank den sogenannten europäischen &#8220;Stresstest&#8221; mit Auszeichnung, die so genannte Kernkapitalquote lag weit über den geforderten 5 Prozent, sogar über 10 Prozent.</p>
<p>Dennoch musste am Ende eine &#8220;Bad Bank&#8221; für Risiko-Papiere gegründet und der Rest der Bank verstaatlicht werden &#8211; was vor allem Belgiens Staatsverschuldung weiter nach oben treibt und das Land damit zu einem bevorzugten Angriffsziel der Finanzmarkt-Spekulanten macht. 90 Milliarden Euro kostet die Abwicklung der Dexia-Bank, die zu viele griechische Staatsanleihen hielt.</p>
<p><em>Quelle: <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35665/1.html" target="_blank">telepolis</a> (11.10.2011)</em></p>
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		<title>Überfischung subventioniert</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 08:43:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein spanisches Fischereiunternehmen erhält 8,2 Millionen Euro Subventionen &#8211; obwohl dasselbe Unternehmen wegen Verstößen gegen Auflagen, die die Meere vor Überfischung schützen sollen verstoßen hat und dafür 5 Millionen Euro Bußgelder bezahlen musste. Dieser Netto-Subventionsgewinn von 3,2 Millionen Euro ist ein Beispiel dafür, dass die Ausbeutung der Weltmeere durch die schwimmenden Fischfabriken aus Spanien nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein spanisches Fischereiunternehmen erhält 8,2 Millionen Euro Subventionen &#8211; obwohl dasselbe Unternehmen wegen Verstößen gegen Auflagen, die die Meere vor Überfischung schützen sollen verstoßen hat und dafür 5 Millionen Euro Bußgelder bezahlen musste. Dieser Netto-Subventionsgewinn von 3,2 Millionen Euro ist ein Beispiel dafür, dass die Ausbeutung der Weltmeere durch die schwimmenden Fischfabriken aus Spanien nicht gestoppt wird.</p>
<p>Über 6 Milliarden Euro haben EU, die spanische Zentralregierung und regionale Regierungen seit dem Jahr 2000 an Subventionen in die Umweltzerstörung gesteckt. Diese und andere Fakten zur Überfischung der Weltmeere sind nachzulesen in diesem <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35628/1.html" target="_blank">Bericht</a> der &#8220;telepolis&#8221;.</p>
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		<title>Sieben Dummheiten</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 08:47:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor, während und nach einem Crash haben &#8220;Analysten&#8221; immer eine &#8220;Erklärung&#8221; parat, warum die Börsen-Meute gerade in diese oder jene Richtung trampelt. In der &#8220;telepolis&#8221; hat Alexander Dill einmal diese sieben Dummheiten übersichtlich präsentiert. Sehr lesenswert für alle, die von &#8220;Marktbereinigung&#8221;, &#8220;Kurskorrektur&#8221;, &#8220;Zyklus&#8221; oder &#8220;Konjunktur&#8221; die Schnauze voll haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor, während und nach einem Crash haben &#8220;Analysten&#8221; immer eine &#8220;Erklärung&#8221; parat, warum die Börsen-Meute gerade in diese oder jene Richtung trampelt. In der <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35329/1.html" target="_blank">&#8220;telepolis&#8221;</a> hat Alexander Dill einmal diese sieben Dummheiten übersichtlich präsentiert. Sehr lesenswert für alle, die von &#8220;Marktbereinigung&#8221;, &#8220;Kurskorrektur&#8221;, &#8220;Zyklus&#8221; oder &#8220;Konjunktur&#8221; die Schnauze voll haben.</p>
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		<title>Rating-Fehler</title>
		<link>http://www.gegenstrom.net/wordpress/2011/07/26/rating-fehler/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 07:58:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Interview mit der &#8220;taz&#8221; (25.7.2011) listet der Chef der 1994 gegründeten chinesischen Rating-Agentur Dagong Global Credit Rating Co. Ltd., Guan Jianzhong, einige systematische Fehler der US-amerikanischen Rating-Agenturen auf: Beurteilung der wirtschaftlichen Stärke eines Landes mit dem Maßstab Bruttosozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung Beurteilung nach &#8220;Offenheit&#8221; von Wirtschaft und Finanzsystem Beurteilung nach &#8220;Unabhängigkeit&#8221; der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Interview mit der &#8220;taz&#8221; (25.7.2011) listet der Chef der 1994 gegründeten chinesischen Rating-Agentur Dagong Global Credit Rating Co. Ltd., Guan Jianzhong, einige systematische Fehler der US-amerikanischen Rating-Agenturen auf:</p>
<ul>
<li>Beurteilung der wirtschaftlichen Stärke eines Landes mit dem Maßstab Bruttosozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung</li>
<li>Beurteilung nach &#8220;Offenheit&#8221; von Wirtschaft und Finanzsystem</li>
<li>Beurteilung nach &#8220;Unabhängigkeit&#8221; der Zentralbank von der Regierung</li>
<li>Beurteilung nach freier Handelbarkeit (Konvertibilität) der Währung</li>
</ul>
<p>Diese Kriterien und das von dem tief im Establishment der sich kommunistisch nennenden Machthaber Chinas steckende Jianzhong als erstes genannte Kriterium der Erfüllung westlicher Demokratievorstellungen würden dazu führen, dass die 15 Top-Schuldennationen mit guten Rankings bewertet würden &#8211; die USA und Großbritannien sogar mit AAA. Jianzhong kritisiert, dass diese Kriterien nichts darüber aussagen, ob ein Land fähig ist, seine Schulden an die Geldgeber zurückzuzahlen.</p>
<p>Der Chinese, der in dem Interview durchblicken lässt, dass er den autoritär-undemokratischen Weg Chinas für die bessere Alternative zu kapitalistischem Wachstum hält, legt auch die Kriterien seiner Agentur dar:</p>
<ul>
<li>Wirkung des politischen und wirtschaftlichen Systems auf tatsächliches wirtschaftliches Handeln des Staates und der Unternehmen</li>
<li>Wachstumsperspektiven des Landes (Ranking der einzelnen Industrien, Wettbewerbsfähigkeit)</li>
<li>Orientierung des Finanzsystems an den Bedürfnissen der Realwirtschaft (realer Reichtum statt virtueller Reichtum der Finanzmärkte) &#8211; Verhältnis von Realwirtschaft und Finanzökonomie</li>
<li>Exaktes finanzielles Einkommen einer Volkswirtschaft</li>
<li>Fähigkeit des Landes zum Aufbau von Devisenreserven.</li>
</ul>
<p>In dem Interview spricht sich Jianzhong schließlich dafür aus, eine internationale Rating-Agentur zu schaffen, die gemeinsam getragene Kritierien entwickelt und daraus dann ein international anerkanntes Regelwerk bildet. Den Europätern empfiehlt er, nach Veröffentlichung der Bewertungen der US-Rating-Agenturen ein ergänzendes Gutachten bei seiner Agentur zu beauftragen, da dies &#8220;die Situation in Europa drastisch verändern&#8221; würde.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Hunger-Spekulanten</title>
		<link>http://www.gegenstrom.net/wordpress/2011/07/22/hunger-spekulanten/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2011 08:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Interview (&#8220;taz&#8221;, 22.6.2011) macht Heiner Flassbeck von der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung (Unctad) in Genf auf einige Fakten der laufenden Lebensmittel- und Rohstoff-Spekulation aufmerksam: Es sei &#8220;ein beliebtes Märchen&#8221;, dass die Nachfrage aus China und Indien die Preise an den Lebensmittel- und Rohstoffmärkten nach oben treibe. Dies werde von interessierten Finanzmarktakteuren wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Interview (&#8220;taz&#8221;, 22.6.2011) macht Heiner Flassbeck von der UN-Organisation für Welthandel und Entwicklung (Unctad) in Genf auf einige Fakten der laufenden Lebensmittel- und Rohstoff-Spekulation aufmerksam:</p>
<ul>
<li>Es sei &#8220;ein beliebtes Märchen&#8221;, dass die Nachfrage aus China und Indien die Preise an den Lebensmittel- und Rohstoffmärkten nach oben treibe. Dies werde von interessierten Finanzmarktakteuren wie Goldman Sachs gestreut, um davon abzulenken, dass nicht der physische Markt, sondern der Finanzmarkt für die Preissteigerungen verantwortlich ist.</li>
<li>Die Deutsche Bank ist einer der größten Zuckerhändler der Welt. Nicht etwa, weil damit viel Geld zu verdienen wäre, sondern weil die Deutsche Bank hofft, eine Herde von Spekulanten und Unwissenden zum Kauf von Zuckerpapieren bewegen zu können, um die eigenen Bestände gewinnbringend weiterzuverkaufen.</li>
<li>Spekulanten sorgen dafür, dass einzelne Rohstoff- und Lebensmittelpreise stark steigen. Die eigentliche Bedingung für Preissteigerungen, die Wachstumsrate der Lohnstückkosten, ist in fast allen Ländern nahe Null (Ausnahme: China, wo es kräftige Lohnsteigerungen gibt).</li>
</ul>
<p>In einem weiteren Artikel zum Thema schätzt die Entwicklungsorganisation Oxfam, dass in diesem Jahr die Zahl hungernder Menschen auf eine Milliarde anwachsen wird, nach 925 Millionen Hungernden im Vorjahr. Weiter heißt es, dass der Lebensmittelpreis-Index der UN-Agrarorganisation FAO im Mai um 14 Prozent über dem Vorjahreswert lag.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Fleisch-Dumping</title>
		<link>http://www.gegenstrom.net/wordpress/2011/05/23/fleisch-dumping/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 May 2011 13:06:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In einem Beitrag für die taz (16.4.2011) wird das System der Agrarsubvention, das in Afrika Hunger produziert am Beispiel der Geflügelfleisch-Märkte beschrieben. Europäer verkaufen mit EU-Subventionen Fleischreste (Hälse, Flügel, Innereien), die die Europäer übrig lassen. Die mit Exportsubventionen künstlich weiter verbilligten Hühnerprodukte zerstören dann die lokalen Geflügelmärkte. EU-Geflügelfleisch hat in Benin einen &#8220;Marktanteil&#8221; von drei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Beitrag für die taz (16.4.2011) wird das System der Agrarsubvention, das in Afrika Hunger produziert am Beispiel der Geflügelfleisch-Märkte beschrieben. Europäer verkaufen mit EU-Subventionen Fleischreste (Hälse, Flügel, Innereien), die die Europäer übrig lassen. Die mit Exportsubventionen künstlich weiter verbilligten Hühnerprodukte zerstören dann die lokalen Geflügelmärkte. EU-Geflügelfleisch hat in Benin einen &#8220;Marktanteil&#8221; von drei Vierteln.</p>
<p>Europa ist dabei sämtliche Tierhaltung und Tiermast in Afrika zu schädigen oder zu zerstören, werfen Entwicklungs-Experten der EU vor. So koste in Benin ein Kilo Geflügel aus Europa nur 1,40 Euro &#8211; aus einheimischer Produktion aber 2,10 Euro.</p>
<p>Insbesondere wirbt Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner in einer großen Werbekampagne für EU-Fleischexporte und fordert von afrikanischen Ländern ultimativ die Öffnung der Märkte. Der BUND fordert deshalb den Stopp des Exportförderprogramms.</p>
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		<title>Volkseigene Betriebe</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 12:51:11 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, dass in dem Moment, da sich herausstellt, dass die Tokio Electrical Power Company (Tepco) die Folgekosten des Atomunfalls von Fukushima nicht bezahlen kann (wie solche Unfälle in jeder Hinsicht unbezahlbar sind), diese Firma quasi verstaatlicht werden soll. Damit bestätigt sich wieder einmal das Ende der Marktwirtschaft just in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, dass in dem Moment, da sich herausstellt, dass die Tokio Electrical Power Company (Tepco) die Folgekosten des Atomunfalls von Fukushima nicht bezahlen kann (wie solche Unfälle in jeder Hinsicht unbezahlbar sind), diese Firma quasi verstaatlicht werden soll. Damit bestätigt sich wieder einmal das Ende der Marktwirtschaft just in dem Moment, in dem es keine Gewinne mehr an die privaten Investoren zu verteilen gilt, sondern die aus einer Politik der kurzfristigen Renditeorientierung herrührenden Riesen-Verluste sozialisiert werden müssen.</p>
<p>Und auch in Deutschland, wo ausgerechnet der scheidende baden-württembergische CDU-Ministerpräsident Mappus den teuren Rückkauf von Aktien des Atomkonzerns EnBW (zum Nutzen des französischen Atomkonzerns Electricité de France, EDF) einfädelte, der diesen Eckpfeiler der Atomwirtschaft in einen quasi volkseigenen Betrieb verwandelte, wirken sich die Folgen der Atomkatastrophe auch finanziell katastrophal aus. Die neue Landesregierung sitzt jetzt auf untilgbaren Atomschulden und steht dazu vor der Aufgabe, aus einem dezidierten Atomkonzern einen modernen Energieversorger zu machen (ohne dabei diesen gegenüber kleineren Konkurrenten aus Stadtwerken und Ökostromfirmen zu bevorzugen). Auch hier bezahlt die Gesellschaft die Kosten früherer Gewinne privater Investoren.</p>
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		<title>Middelhoff hat weit überzogen</title>
		<link>http://www.gegenstrom.net/wordpress/2011/02/22/middelhoff-hat-weit-uberzogen/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Feb 2011 08:08:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Insolvenzverwalter des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Klaus-Hubert Görg, macht ernst. Beim Landgericht Essen hat er eine weitere Klage gegen den früheren Vorstandschef Thomas Middelhoff, fünf weitere Ex-Vorstandsmitglieder und zwei Aufsichtsratsvorsitzende eingereicht. Görg glaubt, Beweise zu haben, dass diese weit überzogene Bonuszahlungen oder Abfindungen kassiert haben. Görg will von den Beklagten 24 Millionen Euro zurück &#8211; von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Insolvenzverwalter des Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor, Klaus-Hubert Görg, macht ernst. Beim Landgericht Essen hat er eine weitere Klage gegen den früheren Vorstandschef Thomas Middelhoff, fünf weitere Ex-Vorstandsmitglieder und zwei Aufsichtsratsvorsitzende eingereicht. Görg glaubt, Beweise zu haben, dass diese weit überzogene Bonuszahlungen oder Abfindungen kassiert haben. Görg will von den Beklagten 24 Millionen Euro zurück &#8211; von Middelhoff allein 15,9 Millionen. Schon im Juli 2010 hatte Görg Middelhoff und zehn andere Arcandor-Manager auf 175 Millionen Euro verklagt, weil sie wirtschaftlich nachteilige Mietverträge für die Karstadt-Häuser ohne rechtliche Prüfung abgeschlossen hatten.</p>
<p><em>Quelle: taz 21.2.2011</em></p>
<p><em><strong>Kommentar: </strong></em>Middelhoff, der aus dem Stall des Medien- und Politikkonzerns Bertelsmann kommt hat dort wohl gelernt, wie man das Bertelsmann-System perfektioniert: Die Beschäftigten mit &#8220;Bündnissen für Arbeit&#8221; aussaugen und die so entstehenden Gewinne in die eigene Tasche umleiten.</p>
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		<title>Pangasius schön geredet</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 09:52:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Selbst Umwelt- und Tierschutzorganisationen können sich wirtschaftlichem Druck nicht entziehen &#8211; insbesondere dann, wenn er von politischen Diktaturen ausgeübt wird. So jüngst geschehen als der World Wildlife Fund (WWF) der vietnamesischen Regierung nachgab und eine Warnung vor dem Verzehr des Pangasius zurückzog. Der Fisch, der als Alternative zum wegen Überfischung aussterbenden Kabeljau als Billig-Lebensmittel angeboten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbst Umwelt- und Tierschutzorganisationen können sich wirtschaftlichem Druck nicht entziehen &#8211; insbesondere dann, wenn er von politischen Diktaturen ausgeübt wird. So jüngst geschehen als der World Wildlife Fund (WWF) der vietnamesischen Regierung nachgab und eine Warnung vor dem Verzehr des Pangasius zurückzog.</p>
<p>Der Fisch, der als Alternative zum wegen Überfischung aussterbenden Kabeljau als Billig-Lebensmittel angeboten wird, wird in Vietnam in Becken von 100 mal 50 Meter Größe gezüchtet, in denen bis zu 300.000 Fische gemästet werden. Das Abwasser mit mindestens einer Million Tonnen Fischkot wird einfach in den Mekong-Fluss geleitet, wo es die Lebensgrundlage natürlich vorkommender Süßwasserfische zerstört.</p>
<p>Während Greenpeace bei seiner Bewertung Pangasius-Verzehr sei  &#8220;grundsätzlich nicht vertretbar&#8221; änderte der WWF seine Bewertung von &#8220;besser nicht&#8221; kaufen auf &#8220;Zucht in Umstellung&#8221; &#8211; eine Kategorie, die es vorher nicht gab. Hintergrund ist die Erpressung der Regierung in Hanoi, den WWF aus dem Land zu werfen, wenn weiter kritische Töne über die Fischindustrie dort kommen.</p>
<p>Und nicht vergessen: Der Billigfisch ist in Deutschland einer der meistgekauften Fischarten.</p>
<p><em>Quelle: taz 9.2.2011</em></p>
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