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	<title>gegenstrom.net &#187; Markt-Kultur</title>
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	<description>Das Blog zum alltäglichen Irrsinn in der ökonomischen Krise</description>
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		<title>Propagandaministerium übernimmt Politbüro</title>
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		<pubDate>Wed, 13 Oct 2010 09:05:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ansagen von oben]]></category>
		<category><![CDATA[Markt-Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Fox News]]></category>
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		<category><![CDATA[Rupert Murdoch]]></category>
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		<description><![CDATA[In einem Artikel mit der Überschrift &#8220;Fear and favor&#8221; (Angst und Begünstigung) analysiert Paul Krugmann die Rolle des rechten US-Senders &#8220;Fox News&#8221; in der aktuellen US-Politik. Hier einige Auszüge (eigene Übersetzung): Hinweis an Aktivisten der Tea Party: &#8230; Sie stellen sich möglicherweise vor, Star in &#8220;Geburt einer Nation&#8221; zu sein, aber sie sind nur Statist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Artikel mit der Überschrift &#8220;Fear and favor&#8221; (Angst und Begünstigung) analysiert Paul Krugmann die Rolle des rechten US-Senders &#8220;Fox News&#8221; in der aktuellen US-Politik. Hier einige Auszüge (eigene Übersetzung):</p>
<blockquote><p><em>Hinweis an Aktivisten der Tea Party: &#8230; Sie stellen sich möglicherweise vor, Star in &#8220;Geburt einer Nation&#8221; zu sein, aber sie sind nur Statist in einem Remake von &#8220;Citizen Kane&#8221;.<br />
Sicher, die Geschichte wurde etwas geändert. Im Orginal versuchte Kane sich selbst ein hohes politisches Amt zu kaufen. In der neuen Version setzt er einfach Politiker auf seine Gehaltsliste.<br />
Ich meines das wörtlich: Wie Politico kürzlich herausarbeitete ist jeder ernstzunehmende Anwärter für die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2012, der derzeit kein politisches Amt hat und nicht Mitt Romney heißt bezahlter Mitarbeiter von Fox News&#8230;<br />
Niemand, der aufmerksam war, hat je bezweifelt, dass Fox in Wirklichkeit Teil der Republikanischen Politmaschine ist; aber der Sender &#8211; mit seinem Orwellschen Slogan &#8220;fair und ausgewogen&#8221; &#8211; hat das offensichtliche immer bestritten&#8230;<br />
Durch Anstellen der republikanischen Kandidaten, bei gleichzeitigen Millionen-Dollar-Spenden an die Vereinigung Republikanischer Gouverneure und der rabiaten Anti-Obama US-Handelskammer, signalisiert Rupert Murdochs News Corporation, die Fox besitzt, dass sie es nicht mehr für nötig hält, den Schein zu wahren&#8230;<br />
Wie es der republikanische Politik-Analyst David Frum ausgedrückt hat: &#8220;Die Republikaner glaubten ursprünglich, dass Fox für uns gearbeitet hat, und jetzt entdecken wir, dass wir für Fox arbeiten.&#8221;&#8230;<br />
Also hat das Propagandaministerium die Kontrolle des Politbüros übernommen&#8230;<br />
Vielleicht ist das wichtigste zu erkennen, dass Milliardäre ihre Macht nicht nur aus ideologischen Gründen für rechtsgerichtete &#8220;Basisbewegungen&#8221; einsetzen, sondern auch aus geschäftlichen Gründen: Was die Koch-Brüder sich mit ihren gewaltigen politischen Ausgaben gekauft haben ist vor allem die Freiheit zur Umweltverschmutzung. Was Herr Murdoch sich mit seiner erweiterten poltischen Rolle kauft ist die Art von Einfluss, die Medienkonzerne ihre eigenen Gesetze machen lässt&#8230;<br />
Sehen sie die Gehaltsschecks für Sarah Palin und andere als kluges Investment: &#8230; für einen Medienmogul ist es immer gut, Freunde in hoher Position zu haben. Und die verlässlichsten Freunde sind die, die wissen, dass sie alles Ihnen verdanken.</em></p></blockquote>
<p>Quelle: International Herald Tribune (5.10.2010)</p>
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		<title>Neoliberaler Abstieg</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Sep 2010 09:32:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Sozialdarwinismus]]></category>
		<category><![CDATA[sozialer Abstieg]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer Rezension von Frank Hertels Buch &#8220;Knochenarbeit&#8221; sieht die &#8220;telepolis&#8221; mehr als eine Reportage des sozialen Abstiegs eines deutschen Mittelschicht-Akademikers, der aus Geldmangel in einer Backfabrik arbeiten muss. In der Rezension wird deutlich, dass dieses Buch der ideologischen Rechtfertigung neoliberaler Ausgrenzungs-Ideologien dient. &#8220;Unsägliche Schlussfolgerungen aus dieser sozialen Lage&#8221; werden Hertel vorgehalten. &#8220;Die Unterschicht ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einer <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33302/1.html">Rezension</a> von Frank Hertels Buch &#8220;Knochenarbeit&#8221; sieht die &#8220;telepolis&#8221; mehr als eine Reportage des sozialen Abstiegs eines deutschen Mittelschicht-Akademikers, der aus Geldmangel in einer Backfabrik arbeiten muss. In der Rezension wird deutlich, dass dieses Buch der ideologischen Rechtfertigung neoliberaler Ausgrenzungs-Ideologien dient. &#8220;Unsägliche Schlussfolgerungen aus dieser sozialen Lage&#8221; werden Hertel vorgehalten. &#8220;Die Unterschicht ist dumm. Jeder muss sich selber helfen. Hartz IV-Empfänger sind sich zum Arbeiten zu fein&#8221;, wird die sozialdarwinistische Haltung des Verfassers beschrieben. &#8220;Nach Jahrzehnten der Vorherrschaft des neoliberalen und ökonomistischen Denkens erscheint die Welt nur noch als Dschungel, in dem man um das Überleben kämpft. Solidarität mit Schwächeren ist nicht mehr denkbar und der Akademiker verabschiedet sich nach zehn Monaten wieder aus der Welt der Knochenarbeiter&#8221;, heißt es in der Rezension weiter, die am Ende mit der Bemerkung schließt: &#8220;&#8230;das ist im Grunde nur lesbar, wenn man sich über die erschreckende Weltsicht von sozialen Absteigern und den Zerfall eines vormaligen linken Milieus informieren will.&#8221;</p>
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		<title>Gier nach Unglück</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 10:46:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Die Überflüssigen]]></category>
		<category><![CDATA[Markt-Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Fernsehtrash der privaten Medienkonzerne setzt sich gerade ein neues Format durch: erfundene Geschichten, die so gefilmt werden, dass schlichte Gemüter sie für eine Dokumentation halten (weil mit billigen Laiendarstellern verfilmt). Diese &#8220;scripted reality soaps&#8221; leben davon, dass &#8211; so &#8220;Die Zeit&#8221; (5.8.2010) &#8211; &#8220;die Unglicklichen gieren nach dem Schicksal noch Unglücklicherer&#8221;. Und so wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Fernsehtrash der privaten Medienkonzerne setzt sich gerade ein neues Format durch: erfundene Geschichten, die so gefilmt werden, dass schlichte Gemüter sie für eine Dokumentation halten (weil mit billigen Laiendarstellern verfilmt). Diese &#8220;scripted reality soaps&#8221; leben davon, dass &#8211; so &#8220;Die Zeit&#8221; (5.8.2010) &#8211; &#8220;die Unglicklichen gieren nach dem Schicksal noch Unglücklicherer&#8221;. Und so wird jeden Tag Realität, was Aldous Huxley vor fast 100 Jahren in seinem Roman &#8220;schöne neue Welt&#8221; vorhersagte: Die breite Masse wird mit einer Glücksdroge versorgt, die sie ihre eigene Armut vergessen lässt &#8211; die Droge heißt Privatfernsehen.</p>
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		<title>Nur im Krimi wird gearbeitet</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 10:35:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sigi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Markt-Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine interessante Beobachtung machte das evangelische Magazin &#8220;chrismon&#8221; (August 2010): Nur im deutschen Kriminalroman arbeiten die Helden. Im Gegensatz zur amerikanischen Literatur, wo Immobilienmakler, Autoverkäufer oder Börsen-Broker die Literatur bevölkeren sind im deutschen Roman allenfalls Berufe wie Musiker, Journalist oder Schriftsteller vertreten. Das arbeitende Volk bleibt außen vor, weil &#8211; so die Germanistin Julia Bertschik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine interessante Beobachtung machte das evangelische Magazin &#8220;chrismon&#8221; (August 2010): Nur im deutschen Kriminalroman arbeiten die Helden. Im Gegensatz zur amerikanischen Literatur, wo Immobilienmakler, Autoverkäufer oder Börsen-Broker die Literatur bevölkeren sind im deutschen Roman allenfalls Berufe wie Musiker, Journalist oder Schriftsteller vertreten. Das arbeitende Volk bleibt außen vor, weil &#8211; so die Germanistin Julia Bertschik &#8211; die deutschen Romanciers meist aus einem Milieu entstammen, dem Fließbandarbeit völlig fremd ist. Und im Wort &#8220;Belletristik&#8221; stecke ja schon &#8220;das Schöne&#8221; und damit die Abgrenzung vom Arbeitsalltag.</p>
<p>Wenn deutsche Schriftsteller das täten, was US-Legenden wie John Updike machen, nämlich ihre Helden nicht an den Strand sondern ins Büro schicken, dann könnte auch im deutschen Roman mal statt der Werbeagentur die Arbeitsagentur auftauchen.</p>
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		<title>Elegante Zwänge</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 17:59:48 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Markt-Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Unterwerfung]]></category>
		<category><![CDATA[Zwang]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em>&#8230;es liegt ja auch eine Schönheit und Eleganz darin, sich den Zwängen des Kapitalismus nicht nur zu unterwerfen, sondern sie ganz und gar zu der eigenen Sache zu machen.</em></p></blockquote>
<p>Die &#8220;Süddeutsche Zeitung&#8221; (3.2.2010) in einer Filmkritik zu dem Film &#8220;Up in the air&#8221;, in dem George Clooney einen Mann spielt, der im Auftrag von US-Unternehmen Angestellten mitteilt, dass sie entlassen sind.</p>
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