Artikel in der Kategorie 'Das Eis schmilzt'

Kanada hat bezüglich Ölbohrungen im tiefen Wasser strengere Regeln als die benachbarten USA und das gegenüber liegende Grönland. Die kanadische BP-Niederlassung hatte vor der Ölpest im Golf von Mexiko den Antrag gestellt, von diesen strengeren Vorschriften befreit zu werden. Begründung: Wegen des kurzen arktischen Sommers sei die aus Sicherheitsgründen vorgeschriebene Extrabohrung zu teuer und zeitaufwändig. [...]

27. Mai 2010, 14:36 Uhr

In einem Blogeintrag der Zeitschrift “Technology Review” macht sich Niels Boeing Gedanken dazu, warum es derzeit unmöglich ist, dem Klimawandel mit politischen Vorgaben entgegenzutreten. Sein wesentliches Fazit: die derzeit “kühle” Wetterlage in Deutschland, die öffentliche Diskreditierung der Klimaforschung durch die “Climagate”-Denunziation und die durch die Finanzkrise ausgelösten Ängste vor dem Ende des Kapitalismus machen es [...]

27. Mai 2010, 14:01 Uhr

Wenige Stunden bevor die Ölpest-Katastrophe im Golf von Mexico begann, ging in der Schweiz eine Firma an die Börse: das amerikanische Unternehmen Transocean, das vom Steuerparadies Cayman-Inseln ins schweizerische Steuerparadies Kanton Zug (Steuersatz auf Gewinne: 0 Prozent, besteuert wird das nominelle Firmenkapital mit 0,02 Promille pro Jahr) gewechselt war. Die Firma Transocean ist Besitzer und [...]

17. Mai 2010, 15:30 Uhr

Eine Kohlendioxid-Steuer will China einführen. Entsprechendes kündigte die Regierung über eine Wirtschaftsseite im Internet an. Die Vorteile einer solchen Steuer für China sind vielfältig: Weniger Ärger mit den USA, die chinesische Importe mit Kohlendioxid-Strafzöllen belegen wollen Abkühlung der überhitzten Inlandskonjunktur Modernisierung umweltverschmutzender Altanlagen Quelle: telepolis

17. Mai 2010, 14:35 Uhr

Ein wichtiges Argument hat “Die Zeit” (15.4.2010) in einem Artikel geliefert, der sich mit den Angriffen auf den Klimaschutz durch die so genannten “Klimaskeptiker” und deren Medien-Lautsprecher (z.B. “Der Spiegel”) beschäftigt: Der Übergang zur Sesshaftigkeit und die spätere Reifung von Hochkulturen war wohl nur möglich, weil in den vergangenen 10.000 Jahren die globale Mitteltemperatur nahezu [...]

29. April 2010, 14:26 Uhr

Was 40 Jahre nicht gelang – die Kohlendioxid-Emissionen zu senken – schaffen Wirtschaftskrise und ein Vulkanausbruch. Mehr dazu in diesem telepolis-Artikel. Hier nur wenige Fakten daraus: Lufthansa-Jets verbrennen pro Tag 15.000 Tonnen Kerosin und sind so klimawirksam wie 47.000 Tonnen Kohlendioxid Alle Flüge in Europa – innerhalb und von und zu anderen Kontinenten – sind [...]

29. April 2010, 11:48 Uhr

Die Renn-Reise-Limousine mit Mega-Reichweite ist nicht nur der deutschen liebstes Kind, sondern auch das Geschäftsmodell der Autoindustrie und das Mobilitätsmodell des Massenkonsum-Ölzeitalters. Dagegen stehen neue Mobilitätskonzepte, in denen kleinere Elektroautos mit 50 bis 100 Kilometer Reichweite eine wichtige Rolle in der Verzahnung verschiedener Verkehrsträger (Bahn, Bus, Auto, Fahrrad) spielen. Der Abschied von kulturellen Gewohnheiten ist [...]

29. April 2010, 11:41 Uhr

Die “taz” (28.4.2010) macht mit einer Schlagzeile und einem Kommentar die wirtschaftlichen Hintergründe der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko klar gemacht: Verscheuchte Fördergebiete, der Klimawandel, eine giftige Petrochemie: Der Schmierstoff unseres westlichen Lebensstils wird unter hohen Verlusten gewonnen und verbraucht, für die keiner zahlt. Jedenfalls nicht die Ölkonzerne. …BP hat bereits in den ersten drei [...]

29. April 2010, 10:44 Uhr

Reden wir nicht über Benzinpreise zu Ostern. Reden wir über den zukünftigen Verkehr… Die Ära des billigen Öls ist definitiv vorbei. Zugleich zwingt der Klimawandel dazu, eher schneller als später aus der Kohlenstoffwirtschaft auszusteigen… Vor allem die nachholende Modernisierung in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen … verbietet es, den fossielen Verkehrspfad weiter zu verfolgen. Der Strukturbruch ist [...]

8. April 2010, 07:26 Uhr

“Die Zeit” (18.3.2010) hat die Tages-Ölproduktion des Jahres 2009 in einer Rangliste veröffentlich (Millionen Barrel pro Tag, 1 Barrel = 159 Liter): Russland: 10,21 Millionen Fässer USA: 8,08 Saudi-Arabien: 7,92 China: 3,79 Iran: 3,74 Kanada: 3,11 Mexiko: 2,97 Brasilien: 2,49 Irak: 2,45 Norwegen: 2,38 (Zahlen von der Internationalen Energieagentur).

30. März 2010, 12:49 Uhr

5 Prozent der Weltbevölkerung (350 Millionen Menschen) sind für ein Drittel des weltweiten Konsums verantwortlich. In einer Studie der Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit “Germanwatch” wird darauf hingewiesen, dass bei einem mitteleuropäischen Konsumniveau die Ressourcen des Planeten gerade einmal für 2,1 Milliarden Menschen reichen würden – nur ein Drittel der derzeit rund 7 Milliarden Erdbewohner. Quelle: [...]

29. März 2010, 14:47 Uhr

Die Wirtschaftskrise hat auch gute Seiten: Gegenüber 2008 fielen die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland um 8,4 Prozent. Verantwortlich dafür: das weniger produzierende verarbeitende Gewerbe, das 20 Prozent weniger Treibhausgase ausstieß. Quelle: taz 6.3.2010

28. März 2010, 10:11 Uhr

Eine eher kuriose Folge des Klimawandels: Der für Kaffee-Spezialitäten in den Industrieländern benötigte Hochland-Kaffee ist bedroht. Wegen des Klimawandels sind die Kaffeebauern gezwungen, ihre Pflanzen in immer höheren Regionen der Berggebiete Südamerikas und Afrikas anzubauen. Der Nachfrage von 2009 in Höhe von 80 Millionen Tonnen Hochlandkaffee stand eine Produktion von “nur” 75 Millionen Tonnen gegenüber. [...]

1. März 2010, 15:04 Uhr

In einem Hintergrundartikel beleuchtet die “telepolis” den eigentlichen Streitpunkt in der derzeit aktuellen Debatte um die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken. Um welche Entscheidung es tätsächlich geht, ist laut diesem Artikel sogar Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) vollkommen klar: Es ist ökonomisch nicht möglich, gleichzeitig beide Konzepte zu verfolgen. Weil beide Konzepte einen enormen Investitionsbedarf auslösen. [...]

17. Februar 2010, 15:07 Uhr

Bislang fiel der “hemmungslos rückwärts gewandte Marktideologe” Hans-Werner Sinn vor allem mit Vorschlägen zum Abriss des Sozialstaats und Forderungen nach Niedriglöhnen auf. Der Naturschutzbund Deutschland hat ihm jetzt auch den Titel des Klima-Dinosauriers des Jahres 2009 zuerkannt. Denn der ökonomische “Dampfplauderer mit egoistischem Sendungsbewusstsein” schade dem Natur- und Umweltschutz nachhaltig, weil er als eifriger Lobbyist [...]

7. Januar 2010, 10:53 Uhr

Um immerhin 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr ist der Verbrauch von Primärenergie (z.B. Kohle, Gas, Wind) in Deutschland zurückgegangen. Bedingt durch die Wirtschaftskrise sank dieser Wert auf den niedrigsten Stand seit 40 Jahren. Quelle: FR-Online

22. Dezember 2009, 13:10 Uhr

Gegenüber der “Süddeutschen Zeitung” kritisierten Vertreter der Versicherungskonzerns Münchener Rück und des Finanzkonzerns Allianz Global Investors die Nicht-Ergebnisse des Klimagipfels von Kopenhagen. Die Vertreter der Finanzindustrie befürchten, dass internationale Geldanleger nunmehr keinen Grund mehr hätten, in Technologien zur Vermeidung von Kohlendioxid-Ausstößen zu investieren. Das Geld könnte stattdessen in andere Bereiche “fehlgesteurt” werden. Ein Vertreter des [...]

22. Dezember 2009, 12:42 Uhr

Die angebliche “Klimakanzlerin” Angela Merkel entpuppt sich in ihrer Praxis als Chefin der Behörde “Bundeskanzleramt” als Klimasünderin ersten Grades. Wie die “tageszeitung” aufdeckte (nach einem Gerichtsverfahren über den Umfang der Informationsfreiheit) kauft das Kanuzleramt bei der RWE-Tochterfirma Envia Billigstrom für 7,31 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Strom verursacht pro Kilowattstunde 674 Gramm Kohlendioxid – deutlich mehr [...]

21. Dezember 2009, 09:30 Uhr

Von Januar bis Oktober 2009 wurden 60.000 neue Solaranlagen installiert. Jetzt kommen die Netzbetreiber mit dem Neuanschluss von Solaranlagen nicht hinterher – trotz Überstunden und Samstagsarbeit. Der Grund für den Solarboom: Viele Investoren hatten ihre Pläne vorgezogen, um noch in den Genuss der Einspeisevergütung von 43,01 Cent pro Kilowattstunde zu kommen (garantiert für 20 Jahre). [...]

21. Dezember 2009, 09:06 Uhr

In einem Leitartikel zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz fordert die “taz” (5.12.2009) “Bremsen statt beschleunigen”. Hier einige Zitate aus diesem Kommentar: Der Bundestag hat … das Wachstumsbeschleunigungsgesetz verabschiedet. An diesem Dokument schwarz-gelber Klientelpolitik wurde … vieles kritisiert. Doch eine grundsätzliche Frage blieb … ungestellt: Warum müssen wir überhaupt das Wachstum beschleunigen? Nur eine … wachsende Wirtschaft, heißt es, [...]

21. Dezember 2009, 08:44 Uhr

Während die Medien voll sind, von einer angeblichen “Verschwörung” von Wissenschaftlern, die Klimadaten manipuliert haben sollen, um Politiker zum Handeln in Sachen Klimaschutz zu bewegen (Meldungen, die darauf beruhen, dass Kriminelle Lobbyisten die Rechner der Klimaforscher gehackt haben), liest man gar nichts von den vielfältigen Propagandaanstrengungen der Anti-Klimaschutz-Lobby (vor allem die großen Öl- und Energiekonzerne [...]

11. Dezember 2009, 16:43 Uhr

Eine gute Zusammenstellung der für die Kopenhagener Klimadiskussion relevanten wissenschaftlichen Daten findet sich in einem Blogeintrag der Zeitschrift “Technology Review”.

7. Dezember 2009, 12:19 Uhr

1500 Kubikkilometer Inlandeis sind zwischen 2000 und 2008 in Grönland geschmolzen. Das führte bereits zum Anstieg des Meeresspiegels um einen halben Zentimeter. Nach Meinung von Wissenschaftlern hat sich die Eisschmelze in Grönland seit den 1990er-Jahren stark beschleunigt. Der Anstieg des Meeresspiegels infolge des Klimawandels betrifft rund 1,5 Milliarden Menschen, die in Küstennähe wohnen – etwa [...]

25. November 2009, 21:28 Uhr

Die USA und andere Industrieländer wollen vor allem China dazu zwingen, seinen Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern. Dabei hat das bevölkerungsreichste Land der Welt (derzeit 1,3 Milliarden Bürger) in den Jahren 1903 bis 2000 gerade mal soviel Treibhausgase in die Atmosphäre entlassen wie das viel kleinere Deutschland (derzeit knapp 80 Millionen Einwohner). Deutschland produzierte im [...]

25. November 2009, 21:23 Uhr

Die Lobby der Öl-, Kohle- und Gaskonzerne und anderer “Klimaskeptiker” hat 3400 E-Mails vom Server britischer Klimaforschungseinrichtungen gestohlen, um die abstruse These zu “beweisen”, der menschengemachte Klimawandel sei keine Folge des Kohlendioxidausstoßes des Industriezeitalters, sondern eine “Verschwörung” wirtschaftsfeindlicher Wissenschaftler. Quelle: taz 24.11.2009

25. November 2009, 20:02 Uhr