Artikel in der Kategorie 'Im Casino'

Mit Draghi und Monti sitzen also nun zwei italienische Wirtschaftswissenschaftler auf hohen Posten, die auf der Lohnliste einer höchst umstrittenen US-Bank standen oder stehen. Und es sei daran erinnert, dass es die Bank Goldman Sachs war, die Griechenland dabei geholfen haben soll, einen Teil seiner Staatsschulden zu verschleiern, um überhaupt in den Euroraum aufgenommen zu [...]

27. Dezember 2011, 10:41 Uhr

Trotz einer deutlich über dem Zielwert von 2 Prozent liegenden Inflationsrate in der Eurozone, hat die europäische Zentralbank kurz nach dem Amtsantritt ihres neuen Chefs Mario Draghi den Leitzins von 1,5 auf 1,25 Prozent gesenkt. Diese Politik des billigen Geldes im Widerspruch zur “Stabilitätspolitik” der Inflationsbekämpfung ist ein weiteres Zeichen dafür, wie tief die kapitalistische [...]

23. Dezember 2011, 10:25 Uhr

Es war ein rührend hilfloser Versuch, des griechischen Premier-Ministers Papandreou. Mit einer Volksabstimmung wollte er den von der “Troika” (EU, EZB, IWF) erzwungenen Sparpaketen demokratische Legitimität verschaffen. Doch für so viel Volksherrschaft haben die Exekutoren der hypernervösen Finanzmärkte keine Zeit. Das “Sparen” in die wirtschaftliche Depression muss schnell gehen (siehe Naomi Kleins Buch “Schock-Strategie”) und [...]

23. Dezember 2011, 09:47 Uhr

Um 55,5 Milliarden Euro “verrechnet” hat sich die “Bad Bank” in der die mit Staatsschulden abgesicherten Risiken der Hypo Real Estate liegen. Das senkt Schäubles Schuldenberg um mehr 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (von 84,2 auf 83,2 Prozent des BIP). Ein geradezu irrsinniger “Buchungsfehler”, der zudem von der Regierung noch längstmöglich verschwiegen wurde. Quelle: telepolis, 29.10.2011

23. Dezember 2011, 09:32 Uhr

Die Organisation “foodwatch” hat einen Bericht veröffentlicht. In “Die Hungermacher – Wie Deutsche Bank, Goldman Sachs & Co. auf Kosten der Ärmsten mit Nahrungsmitteln spekulieren” wird deutlich, welche Größenordnung zwischenzeitlich die Spekulation mit Agrarprodukten erreicht hat: bis Ende März haben Versicherungen und andere Anleger den Investmentbanken und Hedgefonds Nahrungsmittelwetten im Wert von 600 Milliarden US-Dollar [...]

25. November 2011, 11:45 Uhr

2008 mussten Frankreich, Belgien und Luxemburg die Dexia-Bank mti 6,4 Milliarden Euro direkt stützen und Garantien für weitere 150 Milliarden Euro abgeben. Danach bestand die Bank den sogenannten europäischen “Stresstest” mit Auszeichnung, die so genannte Kernkapitalquote lag weit über den geforderten 5 Prozent, sogar über 10 Prozent. Dennoch musste am Ende eine “Bad Bank” für [...]

25. November 2011, 10:20 Uhr

Als metaphysische Mysterien beschreibt die “telepolis” (14.9.2011), dass bislang der große Aktiencrash ausblieb. Billiges Geld der Zentralbanken, der Renditezwang der institutionellen Anleger, die hohen Einstiegspreise bei anderen “Finanzprodukten” (Immobilien, Gold u.ä.) und die Möglichkeit, mit minimalen Differenzen Geld zu verdienen und dies mit Leerverkäufen auch noch bei fallenden Kursen werden in dem Artikel als Gründe [...]

8. November 2011, 13:48 Uhr

143 Milliarden Euro Staatsanleihen von Ländern, die Angriffsziele der Spekulanten sind, hält die Europäische Zentralbank. Allein im August 2011 waren es 70 Milliarden Euro, die Hälfte davon im Rahmen der Aufkaufprogramme zur Euro-Rettung. Doch es nützte alles nichts: Die Spekulanten, die an überhöhten Zinsen verdienen, nahmen Italien ins Visier, das dann von Deutschland gedrängt wurde, [...]

8. November 2011, 13:21 Uhr

Am 7.9.2011 zog die Schweizer Nationalbank die Notbremse. Nachdem das vagabundierende Anlagekapital wegen der angeblichen “Härte” des Schweizer Franken sogar bereit war, schweizer Staatsanleihen mit einem “Minuszins” zu kaufen (d.h. der Schweizer Staat zahlt am Ende der Laufzeit der Anleihe weniger als den Kaufpreis zurück) und den Kurs des Schweizer Franken so hoch trieb, dass [...]

29. September 2011, 11:51 Uhr

Zwischenstand im aktuellen Absturz der Börsen: Der Leitindex DAX hat etwa ein Viertel seines Wertes seit August verloren und liegt damit auf dem Niveau von vor 2 Jahren (5246 Punkte). Als Grund nennen die Börsianer immer häufiger, dass die Krisen-Sparpakete unmittelbar in eine Rezession der “Realwirtschaft” führen und deshalb Unternehmensbeteiligungen (Aktien) keine Anlageform für die [...]

29. September 2011, 11:41 Uhr

Während in Spanien die Bevölkerung darunter leidet, dass der Mehrwertsteuersatz auf 18 Prozent angehoben wurde – was die täglich notwendigen Einkäufe verteuert – machte die spanische Regierung den Banken des Landes ein Geschenk: Die Mehrwertsteuer für den Verkauf von Immobilien wurde auf 4 Prozent gesenkt. Ziel ist, den Banken den Verkauf von Häusern zu erleichtern, [...]

29. September 2011, 10:10 Uhr

Vor 20 Jahren hielten Banken etwa 10 Prozent der weltweiten Staatsschulden und finanzierten ihre Kreditvergaben vor allem auf dem Interbankenmarkt, indem sie bei anderen Banken Kredite aufnahmen, die sie mit Zinsaufschlag an ihre Kunden weitergaben. Inzwischen werden 40 Prozent der weltweit ausgegebenen Staatsschulden-Papiere von Banken gehalten. Damit sind die mit Staatsgeldern geretteten Banken (was die [...]

29. September 2011, 09:38 Uhr

Vor, während und nach einem Crash haben “Analysten” immer eine “Erklärung” parat, warum die Börsen-Meute gerade in diese oder jene Richtung trampelt. In der “telepolis” hat Alexander Dill einmal diese sieben Dummheiten übersichtlich präsentiert. Sehr lesenswert für alle, die von “Marktbereinigung”, “Kurskorrektur”, “Zyklus” oder “Konjunktur” die Schnauze voll haben.

23. September 2011, 10:47 Uhr

Wird in einer Volkswirtschaft ein bestimmtes “Panikniveau” erreicht, so die “telepolis” in einem Bericht über eine Studie von Nicholas Bloom, so kommt diese wegen der abwartenden Haltung der Konsumenten und der damit abnehmenden Binnenkonjunktur zum erliegen und rutscht in die Rezession. In dem Artikel gibt es auch eine dazu passende Grafik und folgendes Zitat: “Wenn [...]

23. September 2011, 09:51 Uhr

Dass aus der Krise von 2008 nichts gelernt wurde, dass sich die Krisen-Geschichte in immer kürzeren Abständen wiederholt, kann man auch aus diesem unterhaltsamen Artikel in der “telepolis” schließen.

31. August 2011, 14:13 Uhr

Das Datum muss man sich merken: Der 8.8.2011 ist nach 3 Jahren der Beginn der neuerlichen kapitalistischen Krise. Seitdem senden die Spekulanten die Aktienbörsen auf Talfahrt. Die Blase ist geplatzt! Quelle: telepolis

31. August 2011, 14:03 Uhr

Vor 3 Jahren war der Auslöser der Krise greifbar: Nach der Pleite der Bear Stearns Bank sorgte die Pleite der Lehman-Bank für das Platzen der US-Immobilienblase und den großen Finanzcrash. Diesmal ist die Suche nach dem Auslöser für die Talfahrt an den Börsen etwas schwieriger und viele nennen die Herabstufung der Bonität von US-Staatsanleihen durch [...]

31. August 2011, 13:31 Uhr

Der Schweizer Franken ist eine “starke” Währung – weil Schweizer Geld wie Gold “Fluchtwährung” ist und in Zeiten der Finanzkrise von ängstlichen Anlegern zu jedem Preis gekauft wird. Das hat für die Schweizer Folgen: Sind sie als Touristen im Ausland unterwegs freuen sie sich, dass sie heute nur noch 1,10 Franken für einen Euro zahlen [...]

31. August 2011, 12:19 Uhr

Schon einige Tage bevor die Herabstufung der US-Kreditwürdigkeit durch die privaten Rating-Agenturen für die Einleitung der nächsten Krisen-Runde sorgte, veröffentlichte die “Telepolis” eine interessante Statistik: Danach wuchsen in vielen Ländern – auch Griechenland, Italien oder Portugal – die Privatvermögen in den Jahren 2000 bis 2010 an uns liegen pro Kopf deutlich über den Pro-Kopf-Staatsschulden. Im [...]

31. August 2011, 11:53 Uhr

In einem Kommentar listet die Financial Times Deutschland (31.5.2011) ein paar Fakten zu Steuerparadiesen auf – und zu den Gründen, warum diese Geld-Oasen nicht ausgetrocknet werden: Beispiel Rohstoffkonzern Glencore: Steuerlicher Sitz: Baar im schweizer Niedrigsteuerkanton Zug; rechtlicher Sitz seit 14.3.2011: Die englische Kanalinsel Jersey; die Finanzierungsgesellschaft Glencore Finance hat ihren Sitz in Luxemburg. Steuer- und [...]

26. Juli 2011, 12:59 Uhr

“Die wichtigsten Akteure im Handel mit Staatsschulden sind Ratingagenturen und die großen Investmentbanken… Nur 16 Banken bilden den “Derivatives Dealers’ Club”. Nach der Finanzkrise haben sie die Spekulationen mit Kreditversicherungen (CDS) auf Staatsschulden ausgeweitet… …wie bei allen Derivaten kann man damit auch wetten: Jemand hat gar keine Forderung gegen Griechenland und lässt sich dennoch Staatsanleihen [...]

26. Juli 2011, 12:34 Uhr

Die Zeit (26.5.2011) macht auf die gerade beginnende zweite Internet-Blase aufmerksam. Kapitalisten investieren in Firmen, die gemessen an Umsatz und Gewinn eher klein sind – aber in der “Bewertung” zu gigantischen Vermögenswerten aufgeblasen werden. Facebook, der Gigant der Blase, macht bei 2,5 Milliarden US-Dollar Umsatz (geschätzt) etwa 830 Millionen Dollar Gewinn (auch geschätzt). Das führt [...]

26. Juli 2011, 11:49 Uhr

107 Staaten haben die Konvention unterschrieben, die Einsatz, Herstellung und Lagerung von Streubomben verbietet. Nicht zu diesen Staaten gehören Militärmächte wie Russland, Indien, Israel oder die USA. Deutschland gehört zu den Staaten, die die Konvention unterzeichneten. In einem Zeit-Artikel (19.5.2011) wird anschaulich beschrieben, wie das Geld, das der Versicherungskonzern “Deutscher Ring” für Riester-Rentenversicherungen einsammelt. Geld, [...]

26. Juli 2011, 11:30 Uhr

Der frühere Arcandor-Vorstandschef Thomas Middelhoff hat allen Grund, sich zu freuen – nicht nur weil die 175-Millionen-Euro Schadenersatzklage, die Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg gegen Middelhoff anstrengte, nach Ansicht von Richterin Regina Pohlmann in vier der fünf geltend gemachten Fälle verjährt sind (Der Vorwurf gegen Middelhoff lautet, ungünstige Mietverträge für Karstadt-Warenhäuser nicht angefochten zu haben). Middelhoff [...]

26. Juli 2011, 11:16 Uhr

In einem Interview mit der “taz” (25.7.2011) listet der Chef der 1994 gegründeten chinesischen Rating-Agentur Dagong Global Credit Rating Co. Ltd., Guan Jianzhong, einige systematische Fehler der US-amerikanischen Rating-Agenturen auf: Beurteilung der wirtschaftlichen Stärke eines Landes mit dem Maßstab Bruttosozialprodukt pro Kopf der Bevölkerung Beurteilung nach “Offenheit” von Wirtschaft und Finanzsystem Beurteilung nach “Unabhängigkeit” der [...]

26. Juli 2011, 09:58 Uhr