Bislang fiel der “hemmungslos rückwärts gewandte Marktideologe” Hans-Werner Sinn vor allem mit Vorschlägen zum Abriss des Sozialstaats und Forderungen nach Niedriglöhnen auf. Der Naturschutzbund Deutschland hat ihm jetzt auch den Titel des Klima-Dinosauriers des Jahres 2009 zuerkannt. Denn der ökonomische “Dampfplauderer mit egoistischem Sendungsbewusstsein” schade dem Natur- und Umweltschutz nachhaltig, weil er als eifriger Lobbyist der Kohle- und Atomstromkonzerne in allen Talkshows unterwegs sei.

So bemerke Sinn beispielsweise zwar richtig, dass die Kohlendioxid-Emissionszertifikate der EU mit Ausbau der Ökoenergie im Preis sinken. Sinn fordere aber deswegen falsch eine Abschaffung der Zertifikate anstatt richtig zu fordern, diese in dem Maß zu verknappen wie die erneuerbaren Energien ausgebaut würden.

Quelle: taz 30.12.2009

7. Januar 2010, 10:53 Uhr

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