Vollmundig hatte die Kreditwirtschaft am 1. September erklärt, die günstigen Zentralbankzinsen an die Kunden weitergeben zu wollen. Das ist noch nicht geschehen: Bei Girokonten sanken die Dispozinsen zwischen Ende August und Mitte September von 11,56 auf 11,54 Prozent, was 1000 Euro pro Jahr um satte 20 Cent billiger macht. Auch Zinsen für Ratenkredite sind in diesem Maß “billiger” geworden. Überhaupt nicht bewegt haben sich die Überziehungszinsen für ungenehmigte Kreditlinien: Sie liegen stabil bei 15,95 Prozent.

Die Spanne zwischen dem Anlagezins für Dreimonats-Festgeld und dem Dispozins ist in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 2 Prozentpunkte auf derzeit 9,21 Prozent gestiegen. So machen Banken kräftig Gewinn mit den hohen Kreditzinsen, denen sie Kunden abverlangen – das letzte Geschäftsfeld, das den klammen Banken viel Geld einbringt!

Quelle: Frankfurter Rundschau 14.9.2009

21. September 2009, 19:18 Uhr

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