20 der 27 EU-Mitgliedsstaaten haben einen gesetzlichen Mindestlohn. 14 Länder haben diesen Mindestlohn trotz Wirtschaftskrise angehoben. In westlichen EU-Staaten liegen die Mindestlöhne derzeit über 8,40 Euro (Ausnahme: Großbritannien mit 6,41 Euro – dort ist aber eine Erhöhung für Oktober bereits beschlossen). Spitzenreiter beim gesetzlichen Mindestlohn ist Luxemburg mit 9,73 Euro pro Stunde gefolgt von Frankreich (8,82 Euro) und Irland (8,65 Euro). Schlusslichter sind die Staaten Süd- und Osteuropas mit Bulgarien als absolut niedrigstem Mindestlohnland (71 Cent pro Stunde). EU-Länder ohne gesetzliche Mindestlöhne – Italien, Österreich, Zypern und die nordeuropäischen Staaten – verfügen in der Regel über eine hohe Tarifbindung. Nur in Deutschland gibt es keinen Mindestlohn und eine immer geringer werdende Tarifbindung.

Quelle: Frankfurter Rundschau 27.8.2009

2. September 2009, 22:14 Uhr

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