Rund 100 Firmen haben die erleichterten Regeln zur Kurzarbeit genutzt, in gut der Hälfte der Fälle sind Zoll und Staatsanwaltschaften von der Bundesagentur eingeschaltet worden. Der Betrug funktioniert einfach: Um Lohnkosten zu sparen wird Kurzarbeit angemeldet – anschließend setzen die Chefs ihre Mitarbeiter unter Druck, auszustempeln und danach weiterzuarbeiten (manchmal auch in einer Tochterfirma). Die Mitarbeiter machen aus Angst mit – oder auch, weil sie in der anderen Firma des Chefs in einem Minijob arbeiten und auf das Geld angewiesen sind.

Hauptsächlich aber ist die Allgemeinheit geschädigt – als Steuerzahler oder als Beitragszahler zur Arbeitslosenversicherung. Denn so wird das Kurzarbeitergeld finanziert. Hoffentlich zeigen die Staatsanwälte die betrügerischen Firmenchefs an – sachdienliche Hinweise immer willkommen.

25. August 2009, 20:32 Uhr

Sie können jederzeit einen eigenen Kommentar mit Hilfe des Formulars am Seitenende hinzufügen.

Bisher keine Kommentare zum Artikel

  1. Bisher keine Kommentare

Kommentiere den Artikel



Kommentare zu diesem Artikel über RSS 2.0-Feed verfolgen